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    "1": {"Contents": [{"Description": "Ich war wahrlich überrascht davon, dass das Silkie des alten Palastes das Werk meiner Mutter war! Diese Entdeckung ließ mich Papashan aufsuchen, denn er kannte meine Mutter am besten. Abgesehen von meinem Vater, natürlich. Selbstverständlich formulierte ich meine Fragen sehr delikat, auf dass er mir und meinen unterirdischen Expeditionen nicht auf die Schliche kommt.\nUnd so sprach er liebevoll von ihrer Vorliebe fürs Putzen - eine Angewohnheit, die sie auch in den königlichen Gemächern nicht abzulegen gedachte. Ihre Zofen waren davon regelrecht empört und mühten sich, noch jeden Besen und jede Bürste vor ihr zu verbergen, damit die Hände der Sultana nicht mit Schmutz besudelt werden mögen. Ihres Werkzeuges derart beraubt, übte sie Rache, indem sie sich einen sharlayanischen Hauslehrer kommen ließ, der sie die Beschwörung eines gigantischen, mäuseartigen Familiars lehrte. Es war von einem so ausgeprägten Reinheitsfimmel, dass es sogar die Wachen mit bestimmter Regelmäßigkeit in die Enge trieb, um ihre Rüstungen blitzblank zu polieren - zur großen Belustigung des restlichen Palastes. Doch eines Tages war das Silkie plötzlich verschwunden.\nIch kann nur vermuten, dass sein Verschwinden auf dem sich zuspitzenden Konflikt mit den Republikanern beruht. Meine Mutter hatte wohl immer weniger Gelegenheit, sich in ihren geheimen Garten davonzustehlen und beauftragte stattdessen ihr Familiar, ihn in ihrer Abwesenheit zu pflegen. Welch sture, eigensinnige Seele sie doch war! Ein Putzfamiliar zu erschaffen, das ist eine Sache. Es mit derartigen Kräften auszustatten, ist wiederum eine ganz andere ...", "Icon": {"id": "70501", "path": "ui/icon/070000/070501.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070501_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70401", "path": "ui/icon/070000/070401.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070401_hr1.tex"}, "Name": "Das säubernde Silkie der Sultana", "value": "1", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "1"}, {"Description": "Mit dem Blick auf zukünftige Expeditionen gerichtet, begann ich, die Palastarchive zu durchforsten. Meine Suche galt allen Dokumenten, die Sil'dih auch nur am Rande erwähnten. Auf sonderlich viel neue Information stieß ich dabei allerdings nicht. Nur ein Bericht erregte meine Aufmerksamkeit: Der eines Soldaten aus Ul'dah, der über seine Erfahrungen im Kampf gegen die Untoten geschrieben hatte, Seite an Seite mit den Amalj'aa. Er befasste sich mit der gänzlich unterschiedlichen Kriegsführung jener neuen Verbündeten und welchen Einfluss diese Unterschiede auf die gemeinsamen Bemühungen hatten.\nDie untoten Horden, die die Kanäle von Sil'dih überrannten, waren so zahllos wie unterschiedlich begabt, was ihr Kampfgeschick betraf. Der Autor war der Ansicht, dass man sich auf die schwächeren Exemplare konzentrieren sollte, um ihre Zahl auf ein überschaubares Maß zu schrumpfen. Nicht jedoch die Amalj'aa. Das Volk von stolzen Kriegern wollte sich stets dem mächtigsten Feind stellen, um diesen zuerst außer Gefecht zu setzen. Diese Zurschaustellung der eigenen Stärke, so erklärten sie dem verärgerten Soldaten, wäre die beste Art der Kriegsführung. Jede andere Strategie, darunter auch die, sich den weniger gefährlichen Feinden zuzuwenden, würde Zweifel an den eigenen Fähigkeiten aufkommen lassen.\nEs schien, als hätte man zwar gegenseitigen Respekt gelernt und ausgeübt, doch letzten Endes kämpfte jedes Volk so, wie man es selbst für richtig hielt. So hielt auch unser Soldat an seiner eigenen Vorgehensweise fest und fokussierte sich auf die Schwächsten der Untoten. Zweifelsohne ein interessanter kultureller Aspekt, aber wird es auch ein hilfreicher sein? Das wird wohl die Zeit zeigen.", "Icon": {"id": "70502", "path": "ui/icon/070000/070502.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070502_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70402", "path": "ui/icon/070000/070402.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070402_hr1.tex"}, "Name": "Von Stolz und Akzeptanz", "value": "2", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "2"}, {"Description": "Er war ein Mitglied einer königlichen Dynastie. Sie war die Tochter eines schlichten Handelshauses. Getroffen haben sie sich bei einem Bankett im Palast, das Kontakte zwischen Adel und Handel stärken sollte. Und es war Liebe auf den ersten Blick. Eine Geschichte, die ich immer wieder gerne hörte - sie ist so unglaublich romantisch! Mutter erzählte mir auch von dem abgelegenen Ort, an dem sie sich immer mit Vater traf, ehe sie verheiratet waren. Ein sonnendurchfluteter Garten am Ende eines geheimen Tunnels, in dem sie sich aneinander erfreuen konnten, gänzlich abseits von neugierigen Blicken. Eben jener Zufluchtsort, den wir auf unserer Expedition entdeckt haben, da bin ich mir sicher!\nAls sie schließlich ihre Verlobung bekanntgaben, wurde in der ganzen Stadt darüber diskutiert, an welch traumhaften Ort er ihr wohl den Antrag gemacht hat. Unverbesserlich, wie unsere Händler nun einmal sind, schlugen die natürlich enorme Profite aus dieser brodelnden Gerüchteküche. Die Wahrheit kam dennoch nie ans Licht, und nachdem ich besagten Ort nun mit eigenen Augen gesehen habe, verstehe ich auch, wieso.\nSo stelle ich mir die beiden in jungen Jahren vor, wie sie sich zwischen taubedeckten Blütenblättern einem müßigen Morgen hingeben. Ganz für sich, in ihrem geheimen Garten, der sie vor Thanalans heißem Sand bewahrt. Dieser Gedanke zaubert mir ein Lächeln auf die Lippen und ich muss zugeben, dass meine Erinnerungen bislang immer von Trauer getrübt waren. Hielt der Kummer wahrlich so lange an mir fest ...?", "Icon": {"id": "70503", "path": "ui/icon/070000/070503.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070503_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70403", "path": "ui/icon/070000/070403.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070403_hr1.tex"}, "Name": "Ein Fleckchen in der Sonne", "value": "3", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "3"}, {"Description": "Zu meinem fünften Namenstag schenkten mir meine Eltern einen silbergeschmiedeten Schlüssel, sagten mir jedoch nicht, zu welchem Schloss er gehört. „Wenn du groß bist, dann zeigen wir dir den wunderbaren Ort, den dieser Schlüssel schützt.“, erklärte mir meine Mutter. Vater nickte zustimmend und fügte an: „Dort schlummern jene Erinnerungen, die weder wir noch Ul'dah jemals vergessen dürfen.“ Für mich und meinen fünfjährigen Verstand bedeutete das damals nur eines: Sie ließen mich auf mein Geschenk warten! Ach, wie war ich damals zornig und beleidigt! Und jetzt klammere ich mich so verzweifelt an diese blasse Erinnerung, als wäre sie die letzte Münze im Beutel einer vom Glück verlassenen Händlerin.\nViel zu früh wurden meine Eltern in Thals ewige Hallen gerufen. Ihr plötzliches Fehlen riss ein klaffendes Loch in meine Seele und schien mich regelrecht zu betäuben. Meiner Thronbesteigung folgten bittere Tage des Kummers und der Ungewissheit. Es kam mir vor, als stolperte ich ziellos durch die Wüste, gefangen zwischen glutheißem wie bitterkaltem Sand. Jegliche Gedanken an Schlüssel und geheime Orte wurden beiseite geschoben und vergessen.\nWeshalb nur hatten sie ihrer so jungen Tochter ein derart schickalsschwangeres Geschenk gemacht? Hatten sie den „Unfall“ gar kommen sehen, der sie dahinraffte? Oder verfolgten sie doch ein gänzlich anderes Ziel? Ich werde sie nie nach ihren wahren Motiven fragen können. Sicher bin ich mir nur einer Sache: Sie vertrauten mir den Schlüssel aus gutem Grund an.", "Icon": {"id": "70504", "path": "ui/icon/070000/070504.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070504_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70404", "path": "ui/icon/070000/070404.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070404_hr1.tex"}, "Name": "Der Schlüssel zur Erinnerung", "value": "4", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "4"}, {"Description": "Die Amalj'aa errichteten Zahar'ak, als sie sich Ul'dahs Kampf gegen die untote Plage in den Aquädukten anschlossen. Wenn Zahar'ak als ihr Hauptlager diente, dürften die alten Festungsanlagen, durch die wir gekommen sind, eine Art Vor- oder Außenposten gewesen sein. Weshalb aber hinterließen mir meine Eltern einen Schlüssel, der mich in diese Anlagen führt? Nach dem Tod meines Vaters fand man sein Tagebuch, in dem er von „unwiderlegbaren Beweisen der Allianz“ geschrieben hatte. Vielleicht gibt es an diesem Ort doch noch mehr, das es zu entdecken gilt.\nZu seinen Lebzeiten war mein Vater stets ein eiserner Gegner des Ediktes zur Verbannung der Freundesvölker. Ihm entgegen standen die Republikaner, die vor allem Konkurrenz verdrängen wollten, um ihre besonderen Konzessionen und Privilegien zu bewahren. Letztlich war es die Unterstützung des Scorpio-Kreises, welche sie ihren Willen über den des Sultans stellen ließ, und sie erzwangen ein Gesetz aus ihrem Vorschlag. Vater gab sich jedoch nicht geschlagen und plante, diese Geschichte an die Öffentlichkeit zu bringen. Seine Waffen sollten nicht Dokumente und Schriften sein, die viel zu leicht zu fälschen waren - nein, mit handfesten Beweisen würde er seinem Volk zeigen, was die Amalj'aa zu Ul'dahs Wohlstand beigetragen hatten. Doch dann geschah jener „Unfall“ und brachte sein Bestreben nach Harmonie und Verständnis zu einem jähen Ende, ehe es richtig begonnen hatte.\nDies führt mich zurück zu besagten Beweisen, die er in seinem Tagebuch erwähnte. Ich weiß weder, wie sie aussehen sollen oder ob sie überhaupt existieren. Aber sollten wir beim Durchsuchen der vergessenen Festungsanlage auf Hinweise stoßen, wäre das ein Durchbruch auf dem Weg zu einem beständigen Frieden mit den Amalj'aa. Wenn ich den Traum meines Vaters verwirklichen will, muss ich jene Beweise finden.", "Icon": {"id": "70505", "path": "ui/icon/070000/070505.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070505_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70405", "path": "ui/icon/070000/070405.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070405_hr1.tex"}, "Name": "Auf Vaters Pfaden", "value": "5", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "5"}, {"Description": "Als der Held der Amalj'aa seinem Sarkophag entstieg, gefror mir glatt das Blut in den Adern. Er muss sich während der Kämpfe gegen die Untoten eine Verletzung zugezogen haben, sodass jener Fluch letztlich einen Weg in sein Fleisch fand ...\nDas Zombie-Pulver wurde von den Thaumaturgen Ul'dahs entwickelt und auf Befehl des Sultans im Krieg gegen Sil'dih eingesetzt. Sasagan der Dritte verbreitete noch die Unwahrheit, dass es Sil'dih selbst war, die diese grausige Alchemie ins Leben gerufen hatte, um das eigene Heer in unsterbliche Soldaten zu verwandeln. Eine Anklage der Thorne zog Sasagan den Dritten später zur Rechenschaft und führte damit die erste Ul-Dynastie zu ihrem Ende. Seine Lügen überdauerten ihn allerdings und gelten heute als historischer Fakt.\nDiese Täuschung entsprang nicht bloß dem Wunsch, die Autorität der Ul-Dynastie zu wahren, sondern vor allem das Ansehen des Nald'thal-Ordens - eine Institution, die untrennbar mit der Thaumaturgie verwoben ist. Zumal man sich nur schwerlich vorstellen kann, dass das Volk die bittere Wahrheit bereitwillig akzeptieren würde, dass ihre Stadt auf dem gemeuchelten Leichnam einer anderen erbaut wurde. Doch ohne einen klaren Blick auf die Vergangenheit werden wir keinen sicheren Pfad gen Zukunft finden können. Der Anblick des verwesenden Amalj'aa war eine gar scharfe Mahnung: Als Sultana des Hauses Ul ist es meine unumstößliche Pflicht, die Verantwortung für die Sünden meiner Vorfahren zu tragen. Und auch wenn wir für die Wahrheit bluten müssen, so wie Ishgard für die ihre blutete, ist es nun an der Zeit, unsere Geschichte ins rechte Licht zu rücken.", "Icon": {"id": "70506", "path": "ui/icon/070000/070506.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070506_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70406", "path": "ui/icon/070000/070406.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070406_hr1.tex"}, "Name": "Die Sünden Ul'dahs", "value": "6", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "6"}, {"Description": "Ich wollte mich mit den Amalj'aa zu einer bestimmten Facette unserer Expedition beratschlagen, doch es ist mir nicht gelungen, das Thema in einer unserer regelmäßigen Sitzungen anzubringen. Sollte bekannt werden, dass sich die Sultana aus dem Palast davonstahl, um geheimen Nachforschungen nachzugehen, zöge dies einen regelrechten Sturm aus Konsequenzen für meine geschätzte Begleitung nach sich. Nein, hier ist Diskretion gefragt.\nDaher wandte ich mich nach einer solchen Sitzung direkt an den Stammesführer der Amalj'aa, und nach den üblichen Höflichkeitsfloskeln lenkte ich das Gespräch auf die Bräuche seines Stammes. Ich erklärte ihm, dass der Sarg eines Amalj'aa-Kriegers gefunden wurde, der dem Untod anheimgefallen war und bat ihn, mir zu erläutern, mit welchen traditionellen Riten seiner Seele die ewige Ruhe beschert werden könne.\nNatürlich war er von derlei Kunde überrascht und betonte als Erstes, wie wichtig es sei, den untoten Schlummer des Kriegers nicht zu stören. „Vergeht euch nicht an seinem Sarg“, warnte er zunächst. „Stellt euch lediglich davor und ehrt die tapfere Seele darin mit einer Verbeugung. Dann erweist ihm den angemessenen Respekt und zelebriert schließlich seinen Triumph als großer Krieger. Zuletzt kniet ihr euch vor ihn, auf ein letztes Gebet.“\nSo ehrten die Amalj'aa ihre Gefallenen und entzündeten Myrrhe, um die geehrten Seelen noch einmal zu reinigen und auf ihre letzte Reise zu schicken.\nAls ich ihm zuhörte, schossen mir plötzlich Abertausend Fragen in den Kopf, die ich bislang nie zu stellen gedacht hätte. Und so wurde ich von Scham übermannt, wie wenig ich über unsere Verbündeten weiß, und fühle mich nun entschlossener denn je, mehr über die reiche Kultur dieses stolzen Volkes zu lernen.", "Icon": {"id": "70507", "path": "ui/icon/070000/070507.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070507_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70407", "path": "ui/icon/070000/070407.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070407_hr1.tex"}, "Name": "Von Myrrhe und Gebeten", "value": "7", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "7"}, {"Description": "Nachdem Belah'dia in Ul'dah und Sil'dih zerbrochen war, wurde die Kluft mit der Zeit nur tiefer. Die Geschichtsbücher sprechen von mehr und mehr eskalierenden Feindseligkeiten, wie schwer Sil'dih unter dem Zombie-Pulver litt und diese Alchemie den Konflikt letztlich zu einem grausamen Ende brachte. Ul'dah sollte sich später auf der gefallenen Metropole niederlassen, nach wie vor gespickt von den Ruinen des einstigen Widersachers - manche als Narben in der Landschaft, andere ungesehen tief unter der Erde. Jene Ruinen erwiesen sich bei der Verlegung der städtischen Wasserwege von unschätzbarem Wert und so wurde dieses unterirdische System als die Kanäle von Sil'dih bekannt. In Anbetracht der Tatsache, dass sich der Konflikt vor allem wegen Wasserquellen verschärfte, hinterlässt dieser Name doch einen besonders bitteren Geschmack in meinem Mund.\nAbgesehen davon hätte es mich auch nicht überraschen sollen, dass uns eben jene Tunnel in andere Teile Sil'dihs führten. Dennoch war ich richtiggehend geschockt, mich plötzlich im Palast wiederzufinden! Wäre das Bauwerk nicht unter die Erde gesunken, hätten Thanalans Sand, Sonne und Wind es zweifelsohne zerfressen. Doch in ihrem kühlen, unterirdischen Kokon sind die Gemächer nahezu perfekt erhalten geblieben.\nWie selten es vorkommen mag, Ruinen in derlei gutem Zustand zu finden. Dieser Fund wird unsere Historiker noch jahrelang beschäftigen, sofern sie ihren Weg durch die verschlungenen Tunnel finden. Einen sicheren Weg zu schaffen, soll der erste Schritt sein.", "Icon": {"id": "70508", "path": "ui/icon/070000/070508.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070508_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70408", "path": "ui/icon/070000/070408.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070408_hr1.tex"}, "Name": "Ul'dah und Sil'dih", "value": "8", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "8"}, {"Description": "Als wir auf das Banner von Sil'dih stießen, unserer eigenen Flagge so ähnlich, wurde ich daran erinnert, dass die ersten Sultane dieser verfeindeten Nationen Zwillingsbrüder waren. Doch die Wappen haben mit brüderlichem Einklang wenig zu tun. Zu Belah'dias Zeiten thronten die Flamme der Magie und die Frucht der Weisheit auf den Waagschalen. Ul'dah machte sich die Flamme zu eigen und glich sie mit dem Diamant des Reichtums aus. Sil'dih hingegen wählte die Frucht und balancierte sie mit dem Helm der Macht. Jedes Königreich wähnte sich als den rechtmäßigen Erben von Belah'dia und so zeigten ihre Banner jeweils ihr reiches Vermächtnis.\nMit beiden Flaggen wurde ein Symbol der Stärke gehisst, doch der Unterschied liegt in ihrer jeweiligen Interpretation: Ul'dah glaubte an die Macht seiner Magie, während Sil'dih sich seinem Militär verschrieb. Die Gladiatoren in unserem Kolosseum könnten daher die direktesten Nachkommen von Sil'dihs Philosophie sein.\nDenke ich jetzt an unsere Begegnung mit dem künstlichen Gladiator in den Ruinen zurück, muss ich zugeben, dass es kaum einen besseren Ausdruck dieser Glaubenssätze gibt: von der perfekten Traubenprägung auf seinem Helm bis zu seiner glänzenden Gestalt, die ebenso silbern glänzt wie die Waagschalen von Sil'dih. All die langen Jahre stand er Wache, dem toten Meister und dem gefallenen Reich treu ergeben. Ich muss die Feder nun niederlegen, ehe mich die Melancholie übermannt.", "Icon": {"id": "70509", "path": "ui/icon/070000/070509.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070509_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70409", "path": "ui/icon/070000/070409.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070409_hr1.tex"}, "Name": "Die Fahnen gehisst", "value": "9", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "9"}, {"Description": "Bei den Göttern! Wie ist es diesem Dieb nur gelungen, in die gänzlich vor der Außenwelt verborgene Schatzkammer zu gelangen?! Außer der Pforte, die nur mein Schlüssel öffnen konnte, ist mir kein anderer Zugang in die Ruinen aufgefallen. Andererseits wimmelt es in ihnen derart von geheimen Gängen und Türen, dass es durchaus mehrere Eingänge als nur den mir bekannten geben muss.\nWeitaus mehr beschäftigt mich jedoch die hastig verfasste Notiz, die unser Dieb hinterließ. Zweifelsohne bezog er sich auf „Nanasha-Malachit“, was wiederum mit einem der vielen Rätsel der Ruinen selbst zu tun haben muss. Doch gelingt mir der geistige Brückenschlag nicht, inwieweit das nun mit mir zu tun haben soll.\nNanasha-Malachit ist der Name, den Ul'dahs Juwelenschleifer eben jenem hochkarätigen Malachit verliehen, der in der wiedereröffneten Kupferglocken-Miene gefördert wurde. Das war natürlich nach der siebten Katastrophe, also nahm ich Anstoß an dem Fakt, dass sie den Namen meiner verstorbenen Mutter benutzten, um für ihre Waren zu werben.\nBis man mir selbst einen solchen Malachit zeigte. Mir war, als wäre der sanfte Schein von Mutters Augen in dem Gestein bewahrt und mir fehlten jegliche Worte des Einspruchs. Es war wahrhaftig der angemessenste Name für das wundervolle Grün.", "Icon": {"id": "70510", "path": "ui/icon/070000/070510.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070510_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70410", "path": "ui/icon/070000/070410.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070410_hr1.tex"}, "Name": "Die Augen meiner Mutter", "value": "10", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "10"}, {"Description": "„Kanäle von Sil'dih. Thorne. Lager.“ Diese Worte waren auf der Rückseite des Zettels geschrieben, die der Einbrecher hinterlassen hatte. Als wir sie fanden, war ich allerdings zu sehr von anderen Dingen abgelenkt, um mich angemessen mit ihnen zu befassen. Glaubte der Eindringling, dass sich irgendwo in den Kanälen eine geheime Kammer voller Reichtümer der Thorne befand? Eine seltsame Hoffnung, war das Haus Thorne doch vor allem für Aufrichtigkeit und Rechtschaffenheit bekannt. Schließlich war es ein Sultan eben jener Dynastie, der die Regentschaft freiwillig wieder an das Haus Ul übertrug. Nichts in der Geschichte der Thornes deutet auf unrechtmäßigen Zugriff auf die königlichen Schatzkammern hin. Besäßen sie tatsächlich einen verborgenen Schatz, so wäre dieser dem Haus von Ul nicht nur bekannt, sondern auch genehmigt worden. Soll heißen, alle folgenden Sultane und Sultanas wären darüber informiert.\nMein Vater hätte zweifelsohne davon gewusst - und sprach er nicht von schlummernden Erinnerungen, die wir nicht vergessen dürfen? Ist dies eines der Geheimnisse, in die er mich in erwachsenem Alter hätte einweihen wollen?\nIn meinem Kopf schwirrten stets tausend Dinge, die meine Eltern damit gemeint haben könnten - eine Vorstellung bunter und wilder als die nächste. Und während Sil'dih zweifelsohne eine brisante Entdeckung war, so glaube ich doch, dass mein Vater noch eine gewichtigere Sache im Sinn hatte.", "Icon": {"id": "70511", "path": "ui/icon/070000/070511.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070511_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70411", "path": "ui/icon/070000/070411.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070411_hr1.tex"}, "Name": "Das Vermächtnis der Thorne", "value": "11", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "11"}, {"Description": "Tief unter Ul'dah, in den verschlungenen Kanälen von Sil'dih, fanden wir eine Kammer, in der ein gar kostbares Erbe schlummert. Und im Zentrum ein Register, auf dem die stolzen Worte prangten: „Für Münze, Land und Kameraden setzen wir dieses Vertrauen in das Haus Ul.“\nDiesem feierlichen Schwur, unterzeichnet vom letzten Sultan der Thorne, folgten viele Seiten eleganter Unterschriften, die allesamt aus der Feder der Herrschaftsfamilie Ul'dahs stammten. Der Name meines Vaters bildete den Abschluss. Es war auch diese Seite, in der ein gealterter Brief aus seiner Hand klemmte.\nHoffnungsschwanger an seine „geliebte Tochter Nanamo“ adressiert, erklärte er den Zweck dieser Kammer. Ein geheimer Ort, um den lediglich die Erben des Königshauses wissen und ein geschütztes Archiv, in dem die Beweise für Ul'dahs Allianz mit den Amalj'aa verwahrt sind. Die Tradition diktiert, dass dieses Geheimnis lediglich mündlich weitergegeben werden darf, aber Vater spürte, dass es in meinem Fall einer zusätzlichen Erklärung per Brief bedürfen könnte.\n„Geliebte Nanamo! Als wir diese Zeilen schreiben, fragen wir uns, zu was für einer Frau du wohl herangereift sein magst. Die Rolle der Sultana konfrontiert dich zweifelsohne mit Abertausend Herausforderungen, aber ganz gleich, welchen Weg deine Regentschaft auch einschlägt: Nie sollst du vergessen, dass du unser größter Stolz bist. Greife nach dem Glück, das dir jeder Tag beschert, denn Freude und Lachen sind mehr wert als alle Gil in Ul'dah.“\nMeine lieben, lieben Eltern ... Seid euch versichert, dass die Tränen, die nun auf diese Seite fallen, keine Tränen des Kummers sind. Es ist der Stolz, mich eure Tochter nennen zu dürfen, der sie mich vergießen lässt.", "Icon": {"id": "70512", "path": "ui/icon/070000/070512.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070512_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70412", "path": "ui/icon/070000/070412.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070412_hr1.tex"}, "Name": "Ein letzter Brief", "value": "12", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "12"}, {"Description": "", "Icon": {"id": "0", "path": "ui/icon/000000/000000.tex", "path_hr1": "ui/icon/000000/000000_hr1.tex"}, "Image": {"id": "0", "path": "ui/icon/000000/000000.tex", "path_hr1": "ui/icon/000000/000000_hr1.tex"}, "Name": "", "value": "0", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "0"}], "Name": "Erkundungsbericht der Unterstadt von Sil'dih", "row_id": "1"},
    "2": {"Contents": [{"Description": "Es war einmal ein Onmyoji von erstaunlichem Talent. Allerdings war er genauso gut im Herstellen von Talismanen wie im Verlieren selbiger. Dies grämte ihn sehr, und so erschuf er eine Reihe an Kisten, die auf magische Weise stets zu ihrem Besitzer zurückfanden, und verwendete diese fortan zur Aufbewahrung seiner Kreationen. Eines Tages geschah es jedoch, dass eine seiner Kisten gestohlen wurde. Ehe man sichs versah, war die Kiste natürlich auch schon wieder in seinem Besitz. Allerdings nur die Kiste ... Da die magische Eigenschaft seiner Erfindung sich nur auf die Kiste und nicht auf deren Inhalt bezog, wurden nämlich sämtliche Talismane entwendet, bevor sie sich wieder in seinen Händen befand.\nTokimori zufolge befinden sich einige dieser wundersamen Kisten nun im Shojo-in. Da sie auch zur Unterdrückung der Kräfte von allerlei Talismanen verwendet werden können, wurden in ihnen unter anderem Kuriositäten wie ein blutsaugendes Schwert und eine Tonfigur aufbewahrt. Die Kiste des Schwertes konnte ich zwar an mich bringen, das Behältnis der Tonfigur gilt seit den jüngsten Geschehnissen allerdings als verschollen. Über eben jene Tonfigur wird gesagt, dass sie durch das Anbringen in einem kleinen Zeremonialschrein den Pflanzen und Bäumen in der Umgebung neues Leben einzuhauchen vermag, sofern man sich vor dem Anbringen vor dem Schrein verbeugt. Daher war sie in der Vergangenheit als Schutztalisman im Shojo-in zu finden. Doch Vorsicht: Die fahrlässige Benutzung dieser Figur soll angeblich dazu führen, dass die dem Talisman innewohnende Kraft außer Kontrolle gerät und den Berg auf negative Weise beeinflusst. Es ist also wahrscheinlich sicherer, die Tonfigur für weitere Untersuchungen erst einmal einzusammeln, falls sie gefunden wird.", "Icon": {"id": "70513", "path": "ui/icon/070000/070513.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070513_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70413", "path": "ui/icon/070000/070413.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070413_hr1.tex"}, "Name": "Die verlorene Tonfigur", "value": "13", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "13"}, {"Description": "Als in Hingashi die Flammen des Krieges lichterloh brannten, bahnten sich ein Mann und sein Schwert einen blutigen Pfad durch die Reihen ihrer Feinde. Sein Name war Moko. Ein General nach dem anderen fiel seiner Klinge zum Opfer, und so kam es, dass sein Blutdurst nicht nur seine Widersacher, sondern auch seinen eigenen Herren zutiefst erschütterte. Aus Erschütterung wurde Furcht und schließlich wurde Moko seine treue Klinge entwendet und in einem nächtlichen Attentat gegen ihn gerichtet. Der Krieger fiel in dieser Nacht, doch die Klinge seines Schwertes tränkte nunmehr ein tiefes Rot. Egal mit welchen Mitteln man es versuchte, die ominöse Färbung der Klinge ließ sich nicht mehr entfernen, ganz so, als verkörpere es nun den Groll Mokos oder seiner zahlreichen Opfer. Aus Furcht vor eben diesem Groll brachte man das Schwert zu den heiligen Quellen des Berges, um es von seinem unnatürlichen Rot zu reinigen. Doch dies bewirkte nur noch Schlimmeres: Die mysteriösen Kräfte des Berges erfüllten es mit ungeahnten Mächten. Seither treibt es jeden, der es wagt, es zu berühren, zu blutigen Gräueltaten.\nBei dem Berg in dieser Erzählung handelt es sich natürlich um den Rokkon. Denn wie Tokimori zu verlauten ließ, gibt es in den Tiefen des Berges einen See, gefüllt mit genau solchem Quellwasser, wie es in den Legenden aufgeführt ist. Es heißt, dass die Kraft der Geister in der Umgebung der Quelle besonders stark sei, und so kommt es auch nicht von ungefähr, dass ein Schrein mit allerhand bedeutungsvollen Talismanen in der Gegend errichtet worden sein soll. Zweifelsohne kann in solch einem Schrein so manches Artefakt gefunden werden. Es gibt dabei nur ein Problem: Allein der Hohepriester kennt die genaue Lage dieses Schreins und überall dort, wo ich ihn vermutet hätte, war keine Spur eines solchen Gebäudes zu finden. Es bleibt uns also nichts übrig, als nach einer anderen Möglichkeit zu suchen.", "Icon": {"id": "70514", "path": "ui/icon/070000/070514.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070514_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70414", "path": "ui/icon/070000/070414.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070414_hr1.tex"}, "Name": "Das befleckte Schwert", "value": "14", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "14"}, {"Description": "Moko, der wohl gefürchtetste Kämpfer jener kriegerischen Zeit. Seine Rüstung wurde von seinen Nachfahren mit höchster Sorgfalt verwahrt und instand gehalten. Eines Morgens jedoch fand man sie blutbefleckt neben der Leiche eines vermeintlichen Diebes im Garten des Familienanwesens vor ... Schnell kamen die Leute zu dem Schluss, dass der Geist eines Vorfahren die Rüstung zur Verteidigung des Hab und Guts des Anwesens benutzt haben müsse. Die derzeitigen Besitzer der Rüstung, also Mokos Nachfahren, mussten nun jedoch mit der Sorge einer sich selbst bewegenden Geisterrüstung leben. Aufgrund dieser Sorge entschieden sie sich letztendlich dazu, ihren Familienschatz in die Obhut der Mönche des Shojo-in zu geben.\nIm Fernen Osten gibt es ein bekanntes Sprichwort: „Die Götter wohnen in allen Dingen“. Allgemein sind damit nicht nur wirkliche Götter, sondern auch Wesen der Natur, wie Golems oder Exergone, Geister und Seelen der Verstorbenen, aber auch Bestien und Tiere gemeint, die eine gewisse Spiritualität erlangt haben. Es stellt sich also die Frage, ob die Rüstung des Moko in dieselbe Kategorie fällt. Nach solch langer Zeit ist es zwar schwer, den wahren Ursprung hinter alldem zu ergründen, doch immerhin ist dies der Rokkon, jener von mysteriösen Kräften durchsetzte Berg. Ob es nun an der ätherreichen Umgebung liegt oder ob sie Geister von Natur aus anzulocken vermag, die Rüstung ist zu monströsen Maßen herangewachsen. Man sollte sich gründlich überlegen, ob man wirklich wie der Dieb aus der Erzählung enden will ...", "Icon": {"id": "70515", "path": "ui/icon/070000/070515.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070515_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70415", "path": "ui/icon/070000/070415.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070415_hr1.tex"}, "Name": "Rüstungen sprechen nicht", "value": "15", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "15"}, {"Description": "Die Erfolgsgeschichte des Dorfschmieds Nanakusa aus Nord-Shishu, der zu einem der berühmtesten Schwertschmiede überhaupt wurde, erfreut sich unter Hingashis Bevölkerung äußerst großer Beliebtheit. Am bekanntesten ist wohl, dass Nanakusa sich bei vier seiner Kreationen von den vier Tierheiligen hat inspirieren lassen.\nZwei Schwerter, „Sekitei“ und „Seitei“, führte der Geist der Rüstung, während die anderen beiden Schwerter unter den Namen „Hakutei“ und „Kokutei“ bekannt sind. Die Schönheit dieser vier Klingen sorgte für Nanakusas rasanten Aufstieg, weshalb ihm von so manch einem Neider göttliche Hilfe nachgesagt wurde. In diesem Zusammenhang ist es auch interessant zu wissen, dass „Hakutei“ oft in einem Atemzug mit dem legendären Schwert „Kazedan“ genannt wird.\nTsubaki zufolge haben sich durch die Errichtung von Nanakusas Schmiede in der Nähe des Rokkon einige Meisterschmiede von Nah und Fern versammelt, sodass Nord-Shishu heutzutage als größtes Produktionsgebiet für Schwerter erster Güteklasse gilt. Weiterhin hat diese Ansammlung der mit Feuer arbeitenden Schmieden für das vermehrte Aufkommen von allerhand Festivitäten zur Huldigung der Kami des Feuers gesorgt. Das wohl wichtigste dieser Feste ist das „Fest der drei Laternen“, bei dem die Schmiede drei große Laternen anzünden. Bei diesem Ritual wird um die Gnade der Kami des Feuers gebetet, auf dass sie den Schmiedekreationen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ihre Kraft schenken mögen. Was auch der Grund sein mag, die Zahl „Drei“ gilt für viele als „glückbringend“, manche halten all dies jedoch für Aberglauben.", "Icon": {"id": "70516", "path": "ui/icon/070000/070516.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070516_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70416", "path": "ui/icon/070000/070416.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070416_hr1.tex"}, "Name": "Die göttliche Schmiede", "value": "16", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "16"}, {"Description": "Vor langer, langer Zeit nutzte ein Instrumentenbauer all sein Wissen und seine Fingerfertigkeit, um eine Biwa von unvorstellbarer Eleganz und Schönheit zu schaffen. Das Ergebnis seiner Arbeit war von solch einer Perfektion, dass er sich entschied, sie nur dem Besten der Besten zu überlassen. Jahr um Jahr zog ins Land, doch kein Musiker erwies sich unter seinem Kennerblick als würdig. Als der Instrumentenbauer alt und gebrechlich wurde, geschah es endlich, dass eine wandernde Musikerin die lieblichsten aller Klänge aus der Biwa hervorzulocken vermochte und sich so das Instrument zu eigen machte. Mit der Biwa in der Hand bereiste die Frau die Weiten Hingashis und brachte mit ihren Vorführungen die Herzen der Bevölkerung zum Glühen. Nachdem der Instrumentenbauer eines Tages ob seines hohen Alters dahingeschieden war, verschwanden die Musikerin und ihre Biwa ohne jegliche Spur. Wenn man die Zuschauer ihrer beliebten Vorstellungen bezüglich dieser Vorkommnisse fragt, gibt es nicht wenige, die fest an die Verwicklung eines der Biwa innewohnenden Geistes glauben. Solche sogenannten Tsukumogami unterscheiden sich auf verschiedenste Art und Weise, zum Beispiel in ihrer Manifestation und ob sie Glück oder Unglück zu verbreiten suchen. Allgemein sind Gegenstände mit kuriosen Hintergrundgeschichten aufgrund ihrer Berühmtheit bei Sammlern äußerst beliebt. Wenn aber noch hinzukommt, dass ein solcher Gegenstand von einem Tsukumogami beseelt ist, erhöht sich der Wert um ein Vielfaches. Allerdings nur, wenn es sich um einen gutwilligen Tsukumogami handelt. Da das Besitzen von Artefakten mit böswilligen Geistern ein enormes Risiko birgt, ist es nämlich ganz und gar nicht einfach, willige Käufer zu finden.", "Icon": {"id": "70517", "path": "ui/icon/070000/070517.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070517_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70417", "path": "ui/icon/070000/070417.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070417_hr1.tex"}, "Name": "Spielen und gespielt werden", "value": "17", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "17"}, {"Description": "In einem beschaulichen Dörfchen lebte einst ein frommes Mädchen. Es war so gläubig, dass selbst, als eines Tages die Ernte ausfiel, es seine Essensvorräte regelmäßig den Kami im Gebet für eine reiche Ernte als Opfer darbrachte. Eines Nachts jedoch erschien dem Mädchen eine sonderbare Gestalt in ihren Träumen. Als sie schließlich erwachte, lag ein kleiner Hammer neben ihrem Kissen. Dabei handelte es sich wohl um den sogenannten „Wunderhammer“. In tiefem Gebet versunken, schwang das Mädchen den Hammer - und zu ihrem Erstaunen strömte eine riesige Menge Reiskörner hervor. Das Mädchen war gerettet, doch nach einiger Zeit vergaß sie ihre Gebete vollständig und wurde von Hochmut gepackt. Sie fing an, mit dem Hammer Münzen in rauen Mengen zu beschwören und in Saus und Braus zu leben. Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall und so verbreitete sich das Gerücht des Wunderhammers wie ein Wildfeuer, bis eines Tages ein Oni den Hammer stahl und das Mädchen tötete.\nEs ist wohl Berufskrankheit, dass ich die Idee eines Wunderhammers zum Reichwerden höchst bedauerlich finde, wo es doch so viele andere Möglichkeiten zur Gilvermehrung gibt. Ein bisschen erinnert diese Geschichte mich aber auch an jenen Tag, als ich noch als Waisenkind die Gassen Ul'dahs mein Zuhause nannte und plötzlich von Herrn Lolorito einen großen Batzen Gil überreicht bekommen hatte. Was waren seine Worte noch gleich? „Ich hab gehört, dass es hier einen fähigen kleinen Streuner geben soll. Zeig mir, was du kannst und verdopple das Geld bis morgen!“. Ich wusste natürlich auch damals bereits, wer da vor mir stand, und so tat ich, wie mir aufgetragen wurde, woraufhin ich zur Ostaldenard-Handelsgesellschaft eingeladen wurde. Ich will mir gar nicht vorstellen, was mit mir passiert wäre, hätte ich das Geld verschwendet wie das Mädchen in der Geschichte ...", "Icon": {"id": "70518", "path": "ui/icon/070000/070518.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070518_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70418", "path": "ui/icon/070000/070418.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070418_hr1.tex"}, "Name": "Die Gier nach Gil", "value": "18", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "18"}, {"Description": "In jener Nacht verdeckten düstere Wolken den sonst so hell strahlenden Mond. Eine Gruppe Samurai erspähte während ihrer nächtlichen Patrouille das schwache Leuchten einer Laterne in der Ferne. Unschlüssig, wer sich zu so später Stunde noch auf diesen Pfaden befinden könne, näherten sich die Krieger dem Schein. Zu ihrer Überraschung fanden sie dort jedoch nur eine brennende Laterne, welche einsam auf dem Weg lag. Von ihrem Besitzer fand sich weit und breit keine Spur.\nWaren die Samurai von dieser Entdeckung auch beunruhigt, so streckte einer aus Sorge um einen möglichen Brand seine Hand nach der Laterne aus. Just in diesem Moment erschienen zahllose Irrlichter und begannen, um die Gruppe herumzutanzen. Gleichzeitig ertönte ein lautes, hämisches Lachen, das den Samurai das Blut in ihren Adern gefrieren ließ. Plötzlich erloschen die Lichter und hüllten den Weg wieder in vollständige Dunkelheit, als wäre nichts gewesen.\nDies ist eine von vielen Geschichten über „Laternengeister“, die man sich in Hingashi erzählt. In den meisten Fällen begnügen sich diese Wesen damit, ihre Opfer lediglich zu erschrecken. Ich hätte mir daher in meinen wildesten Träumen nicht vorstellen können, dass wir auf dem Rokkon von solchen Geistern angegriffen werden würden. Laut Tokimori wurden Laternen dieser Art oft von Hohepriestern verwendet, es ist also naheliegend, dass sie lediglich Shojo-in vor fremden Eindringlingen beschützen wollten. Ich habe eine Laterne auch in ihrer ungefährlichen Form noch einmal genauer untersucht und dabei diese Inschrift entdeckt: „Ein Leuchtfeuer in der Dunkelheit der Nacht, gemäß des Rituals der Kami des Feuers, erhellt den goldenen Pfad.“ Ich bin mir leider nicht sicher, was genau damit gemeint sein soll.", "Icon": {"id": "70519", "path": "ui/icon/070000/070519.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070519_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70419", "path": "ui/icon/070000/070419.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070419_hr1.tex"}, "Name": "Der Laternengeist leuchtet den Weg", "value": "19", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "19"}, {"Description": "Es war einmal ein tüchtiger junger Mann, der in einem Bauerndorf nahe des Rokkon lebte und stets mit Herzblut seiner Feldarbeit nachging. Eines Tages, wie immer auf seine Arbeit fokussiert, ließ ihn ein schriller Schrei aufblicken. Vor sich sah er eine furchteinflößende Bestie, die kurz davor war, sich auf die übrigen Dorfbewohner zu stürzen. Dieser Anblick versetzte den Mann in Panik, und er erinnerte sich an Gerüchte über ein Monster, welches in letzter Zeit auch andere Siedlungen zerstört und dessen Bewohner gefressen habe. Seine Familie, seine Freunde, sie alle waren in höchster Gefahr! Der Mann nahm seinen gesamten Mut zusammen und schleuderte seine Feldhacke auf die Bestie. Diese bohrte sich mit erstaunlicher Präzision in den Schwachpunkt des Ungeheuers, das vor Schreck zurück auf den Berg flüchtete. Seit diesem Tag findet in jenem Dorf ein traditionelles Fest für Schutz und gute Ernte statt, bei dem Feldhacken auf als Ungeheuer zurechtgemachte Strohballen geworfen werden.\nAuf der Hacke, die wir gefunden haben, fand sich die Einkerbung „Nanakusa“, der Name eines berühmten Schwertschmieds. Allerdings heißt es, er habe in seinen jungen Jahren mit der Herstellung von Feldgeräten seinen Lebensunterhalt verdient. Der Privatschmied von Rowenas Haus der Wunder schmiedet scheinbar auch immer Kessel, um seine Zeche in der Schenke zu begleichen, das haben Handwerker wohl einfach so an sich. Über Nanakusa gibt es noch unzählige weitere Geschichten. Am bekanntesten ist jedoch, dass er die vier Tierheiligen besonders verehrte und seine Schmiede daher von vier prächtigen Statuen der Heiligen geziert wurde.", "Icon": {"id": "70520", "path": "ui/icon/070000/070520.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070520_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70420", "path": "ui/icon/070000/070420.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070420_hr1.tex"}, "Name": "Die Kühnheit des Tüchtigen", "value": "20", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "20"}, {"Description": "In ganz Hingashi existieren sogenannte „Schlüsselsteine“, welche die Region vor Erdbeben bewahren sollen. Auch auf dem Rokkon finden sich derlei Steine, über die man sich folgende Geschichte erzählt: Es war einmal ein wandernder Krieger, welcher auf seiner Pilgerfahrt an einem Schlüsselstein vorbeikam. Just in dem Moment, als er seine Hand auf den Stein legte, stürzte eine wilde Bestie, in deren Brust eine Feldhacke steckte, aus dem Dickicht hervor. Der Krieger nahm sofort seine altbewährte Naginata zur Hand und ging zum Gegenangriff über. Seine Stiche taten Wirkung, und das Ungeheuer, sich windend vor Schmerz, verlor die Orientierung und rannte mit voller Wucht in den Schlüsselstein ... Woraufhin der Boden ein ohrenbetäubendes Dröhnen von sich gab. In Erwartung eines großen Erdbebens ließ der Krieger seine Waffe los und brachte Distanz zwischen sich und der Bestie, welche mit der nach wie vor in ihr steckenden Naginata Hals über Kopf das Weite suchte. Das Dröhnen der Erde verklang nach einiger Zeit wieder ohne weitere Vorkommnisse, während der Krieger den Schlüsselstein vom Blut des Ungeheuers reinigte.\nEs gibt zahllose Theorien über das Körnchen Wahrheit in dieser Geschichte. Manche sagen, der Krieger habe die Bestie erlegt, andere vermuten, ihr unheimlicher, schriller Schrei habe das Dröhnen der Erde ausgelöst. Hingashi ist schon seit Urzeiten sehr anfällig für Erdbeben, da ist es nicht verwunderlich, dass Katastrophen wie diese oft in Geschichten als götterähnliche Wesen beschrieben und bekämpft werden. Wie mir zu Ohren gekommen ist, vertritt ein bestimmter Forscher der Magieakademie von Sharlayan die Theorie, dass Schlüsselsteinen eine besondere Art Magie innewohnt und sie durch ihre Platzierung an Knotenpunkten des Ätherstroms eben diesen stabilisieren.", "Icon": {"id": "70521", "path": "ui/icon/070000/070521.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070521_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70421", "path": "ui/icon/070000/070421.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070421_hr1.tex"}, "Name": "Des Kriegers Ehre", "value": "21", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "21"}, {"Description": "Es war einmal ein angehender Mönch, welcher sich in den entlegensten Winkeln des Rokkon seiner Meditation hingab. Um ihn herum war nichts als absolute Stille, die nicht einmal vom Rascheln der Blätter gestört wurde. Plötzlich brach das Geräusch von Schritten im Gras die Konzentration des Mönchs. Er öffnete seine Augen, neugierig, wer sich in diese Gefilde verirren möge, und erblickte eine ungewöhnliche Bestie, in deren Brust sowohl eine Feldhacke als auch eine Naginata steckten.\nDer junge Mönch erkannte das Ungeheuer direkt als Shishio, den König der Nue, und nahm seinen Priesterstab zur Hand, um sich zu verteidigen. Fühlte er auch einen Hauch an Mitleid, wie er das verwundete Ungeheuer um sein Leben ringen sah, so wusste er, dass es nur mehr Leid bringen würde, es ziehen zu lassen. Nach einem erbitterten Kampf rammte der Mönch schließlich seinen Stab in die Bestie und versiegelte sie so in den Felsen des Berges. Man sagt, dass jener Mönch hiernach den Tempel Shojo-in erbaute, um stets ein Auge auf das Siegel haben zu können.\nStäbe, wie sie dieser Mönch verwendete, sind weitaus mächtiger, als ihr Aussehen und Name es vermuten lassen. Die Töne, die sie erklingen lassen, können sowohl dämonische Kräfte vertreiben als auch ihre Besitzer vor Unheil bewahren. Selbst jemand wie ich, der über keinerlei kämpferisches Talent verfügt, hätte einen dieser Stäbe als Wanderstock verwenden können, um den Aufstieg auf den Rokkon zumindest etwas zu erleichtern. Trotz allem bin ich froh, dass sich das Ausmaß unserer Abenteuer doch noch in Grenzen hält, die jemand wie ich überwältigen kann. Sollten wir aber bei unserer nächsten Erkundung auf noch steilere Klippen oder Kistenstapel stoßen, werde ich wahrscheinlich die Flinte ins Korn werfen.", "Icon": {"id": "70522", "path": "ui/icon/070000/070522.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070522_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70422", "path": "ui/icon/070000/070422.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070422_hr1.tex"}, "Name": "Das Siegel des Mönchs", "value": "22", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "22"}, {"Description": "Es war einmal ein Onmyoji, den der frühe Tod seiner geliebten Frau sehr schwer traf. Selbst im hohen Alter trauerte er noch wie am ersten Tag. Der Kirschblütenbaum, den er mit seiner Frau als Zeichen ihres Bundes gepflanzt hatte, trug ebenfalls jedes Jahr weniger und weniger Blüten. Als er sah, wie selbst diese letzte Erinnerung an seine Frau zu vergehen drohte, wünschte sich der Mann mit all seiner Kraft, dass wenigstens dieser Baum wieder wie einst erblühen möge. Just in diesem Moment begann die Tonfigur zu leuchten, die seine Frau - ebenfalls Onmyoji - zu Lebzeiten erschaffen hatte, und ließ den Kirschblütenbaum erneut in seinem jugendlichen Glanz erstrahlen. Der Mann sah dieses Wunder als den Versuch seiner Frau, ihn trösten zu wollen, woraufhin er neuen Mut fasste und sich für den Rest seines Lebens mit Hingabe um den Baum kümmerte. Es heißt, er habe hiernach unsere Welt friedlich und umringt von Blumen in voller Blüte verlassen.\nBei Kirschblüten muss ich direkt wieder an Yozakura denken, diese Kunoichi, die sich uns in den Weg gestellt hatte. Wie Tsubaki mir später berichtete, wurde Yozakura scheinbar als Nachkomme eines als „Die Verborgenen der Blüte“ bekannten Volkes großgezogen und beherrschte deren traditionelles Blumen-Ninjutsu mit überragender Geschicklichkeit. Es scheint naheliegend, dass sie im Auftrag von Uzumibi auf den Rokkon entsandt wurde. Laut Tokimori half sie den Leuten dort bei der Evakuierung und fiel einem Ungeheuer zum Opfer, als sie versuchte, ein kleines Kind zu beschützen. Die Vorstellung, dass ihr Leichnam nun von finsteren Mächten kontrolliert wird, schmerzt mich zutiefst.", "Icon": {"id": "70523", "path": "ui/icon/070000/070523.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070523_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70423", "path": "ui/icon/070000/070423.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070423_hr1.tex"}, "Name": "Wiedersehen unter Blumen", "value": "23", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "23"}, {"Description": "Schon seit Urzeiten ranken sich die widersprüchlichsten Gerüchte um die sogenannte „große Pfeife“, welche ihrem Besitzer sowohl größtes Glück als auch tiefstes Elend bescheren soll. Ich persönlich bin jedoch davon überzeugt, dass die Pfeife selbst keinerlei besondere Macht besitzt, sondern ihre Besitzer lediglich einen Sündenbock für das Schicksal suchten, welches ihnen widerfahren war. So unglaublich es auch scheinen mag, aber Gorais bodenlose Raffgier zusammen mit dem Überfluss an Äther auf dem Rokkon könnten durchaus ausreichen, um einen Tsukumogami zu beherbergen. Letztlich stellt sich nur die Frage: War Gorai glücklich, bis zu seinem Lebensende von seinen geliebten Kostbarkeiten umgeben zu sein? Oder war er unglücklich, dass ihn seine unendliche Gier in ein Ungeheuer verwandelt hat?\nMeiner Meinung nach hängt es von der Haltung eines jeden ab, was als Glück oder Unglück zu bezeichnen ist. Allgemein betrachtet könnte man meine Kindheit als Waise als „unglücklich“ bezeichnen, doch ich selbst habe mich nie als solches empfunden. Tatsächlich lernte ich in jener Zeit nicht nur die Kunst des Handels, sondern machte auch Bekanntschaft mit Leuten und Dingen aller Art ... Wenn ich auf mein gesamtes bisheriges Leben zurückblicke, kann ich mich wirklich nicht zu sehr beklagen. Auch wenn es mir fernsteht, den genauen Grad meines Glücks zu messen, so kann ich doch mit Fug und Recht behaupten, mich nicht zu den Unglücklichen zu zählen.", "Icon": {"id": "70524", "path": "ui/icon/070000/070524.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070524_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70424", "path": "ui/icon/070000/070424.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070424_hr1.tex"}, "Name": "Die große Pfeife", "value": "24", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "24"}, {"Description": "", "Icon": {"id": "0", "path": "ui/icon/000000/000000.tex", "path_hr1": "ui/icon/000000/000000_hr1.tex"}, "Image": {"id": "0", "path": "ui/icon/000000/000000.tex", "path_hr1": "ui/icon/000000/000000_hr1.tex"}, "Name": "", "value": "0", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "0"}], "Name": "Exorzismusbericht vom Rokkon", "row_id": "2"},
    "3": {"Contents": [{"Description": "„Oje oje, war das gruselig. Warum hat dieser komische Kerl den Holz-Guhasaya - oder was auch immer das war - wohl auf uns gehetzt?“\n\nEine aggressive Holzskulptur ... Zunächst fiel der Verdacht natürlich auf ein Exemplar aus der Familie der Golems. Vor allem, da mir schon des Öfteren zu Ohren gekommen war, dass im Fernen Osten solch hölzerne Golems gerne im Kampf verwendet werden. Als ich meine Vermutungen mit Kalika teilte, erzählte er mir von dem sogenannten Quaqua - einer Art Familiar, das die Bewohner Aloalos zu beschwören wussten. Mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit handelte es sich bei der von Matsya beschriebenen Holzskulptur also um eines dieser Familiare. Kalika machte mir des Weiteren bewusst, dass es noch andere solcher Familiare auf der Insel geben soll. Da die meisten solcher Wesen eine eher kampfeslustige Verhaltensweise an den Tag legen sollen, sei bei einer Sichtung äußerste Vorsicht geboten.\nIn der von den südlichen Inseln stammenden Hermetik gelten Juwelen als Brücke zwischen dem Physischen und dem Leben an sich. Es ist weitgehend bekannt, dass dies der Grund für die Verwendung von solchen Edelsteinen in der Beschwörung von Familiaren ist. Wenn man dieser Logik jedoch folgt, ist es nicht völlig undenkbar, dass Holz ebenfalls als solch eine Brücke fungieren könnte. Bevor Juwelen und Edelsteine sich als Beschwörungsmaterial verbreitet hatten, nutzten die Hermetiker der Vergangenheit also aller Wahrscheinlichkeit nach das deutlich einfacher abzubauende Holz für ihre Künste. Somit handelt es sich bei dem Kerl, von dem Matsya sprach, wohl um jemanden mit einem gewissen Grundverständnis der Hermetik.", "Icon": {"id": "70525", "path": "ui/icon/070000/070525.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070525_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70425", "path": "ui/icon/070000/070425.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070425_hr1.tex"}, "Name": "Der „Winzling“ und sein Haustier", "value": "25", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "25"}, {"Description": "„Aloalo ist so eine idyllische und naturbelassene Insel. Und die Fischgründe erst ... Da fragt man sich schon, warum hier niemand lebt, oder?“\n\nDie Insel scheint zwar ein wirklich schönes Flecken Erde, aber leider mehr als ungeeignet für eine großflächige Besiedlung. Sie ist schlicht zu klein und bietet zu wenig Rohstoffvorkommen. Zumal die Gegend als besonders anfällig für Naturkatastrophen gilt - auch ein Blick auf Aloalos Geschichte verrät uns, dass es immer wieder Perioden der Besiedlung gegeben hat, diese aber nie besonders lange angedauert haben.\nKalika zufolge soll ihm einmal einer der alten Inselbewohner erzählt haben, dass die älteste Aufzeichnung über Leben auf Aloalo bis zum Ende der Vierten Ära des Lichts zurückreicht. Doch mit dem Einsetzen der Fünften Katastrophe, die auch als Zeitalter des Eises bekannt ist, verschwanden diese Ureinwohner plötzlich und ließen lediglich die Statue der Sprecherin zurück. Obwohl es also Überreste ihrer Zivilisation gibt, ist so gut wie gar nichts über sie bekannt - daher auch der Name „die Vergessenen“.\nMit dem Kommen der Fünften Ära des Lichts begann erneut die Besiedlung Aloalos. Die neuen Bewohner sollen wahre Meister der Schifffahrt gewesen sein, und nach einiger Zeit sollen einige von ihnen nach Vylbrand weiter gesegelt und maßgeblich an der Entstehung des Stadtstaates Nym beteiligt gewesen sein. Als die Sechste Katastrophe dann Nym dem Untergang weihte, sollen die Nachfahren dieser Seeleute wieder zurück nach Aloalo geflohen sein. In der Sechsten Ära des Lichts wiederum entwickelten die Bewohner der Insel die Zahlenlehre, die durch die erneute Umsiedlung einer Gruppe nach Vylbrand direkt mit der Entstehung der Hermetik in Verbindung gebracht werden kann. Schließlich führte der Ausbruch eines unterseeischen Vulkans ein weiteres Mal zum Ende der Besiedelungsgeschichte von Aloalo. Doch wie sagt man so schön? Geschichte wiederholt sich immerfort. Es kann also durchaus sein, dass irgendwann wieder jemand auf der Insel leben wird.", "Icon": {"id": "70526", "path": "ui/icon/070000/070526.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070526_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70426", "path": "ui/icon/070000/070426.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070426_hr1.tex"}, "Name": "Siedler Aloalos", "value": "26", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "26"}, {"Description": "„Dieser fliegende Riesenwal hatte so schöne Farben, wie ich sie sonst nur von den Webstoffen Thavnairs kenne ... Wenn er doch nur nicht so garstig und gefährlich gewesen wäre!“\n\nAuch heute noch erzählt man sich in den Gefilden der südlichen Inseln Legenden vom fliegenden Wal. Oft findet man ihn unter dem Namen „Schockschlund“ beschrieben, laut Kalika kennt man den Wal auf Aloalo aber als „Ketuduke“ und betete an seiner Statue zu ihm als eine Art Boten der Götter. Somit handele es sich bei dem Wal, den Matsya und seine Freunde da besiegt hatten, wahrscheinlich um den legendären Ketuduke höchstpersönlich. Als Matsya das hörte, wurde er plötzlich ganz unruhig ob der Tatsache, einen Boten der Götter besiegt und somit womöglich deren Missgunst auf sich gezogen zu haben. Da machte Kalika den Vorschlag, an der Statue des Wals zu beten, um Schlimmeres zu vermeiden. So liegt es nun also an mir, den Ritus des Gebets für Matsya niederzuschreiben.\nAls Erstes spricht man vor der Wal-Statue die Worte „O Reisender zwischen Wind und Wellen, erhöre mich.“, um seinen Segen zu erhalten. Dann umkreist man alle Statuen einmal mit und einmal gegen den Uhrzeigersinn und beendet das Ritual schließlich mit einem Tanz vor der Statue des Wals. Auch wenn die Einzelheiten sich leicht unterscheiden mögen, weisen die in der Natur fußenden Glaubensrichtungen oft einige Parallelen auf und ich finde, dass eine gewisse Ähnlichkeit zu Thavnairs Polytheismus ebenfalls nicht von der Hand zu weisen ist.", "Icon": {"id": "70527", "path": "ui/icon/070000/070527.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070527_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70427", "path": "ui/icon/070000/070427.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070427_hr1.tex"}, "Name": "Reisender zwischen Wind und Wellen", "value": "27", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "27"}, {"Description": "„Einen so kräftigen Fisch sieht man selbst als Fischer nicht alle Tage. Der hatte es ganz schön in sich!“\n\nDer sogenannte Drachen-Barrakuda, den Matsya da an Land gezogen hat, kann die Giftstoffe aus seiner Nahrung extrahieren und in seinem Körper speichern. Zum Verspeisen eignet er sich also eher weniger. Das heißt aber nicht, dass der Fisch von Natur aus giftig wäre, und es gibt auch sicherlich einige essbare Exemplare ... Doch wer wäre denn schon wagemutig genug, sich freiwillig solch einem Risiko auszusetzen? Wobei ... In der Geschichte der Alchemie gibt es mehr als genug Beispiele für solch Tollkühnheit im Namen der Forschung. Oft endet diese Art der Experimentierfreudigkeit aber leider im Krankenbett oder schlimmer. Wer weiß, vielleicht gibt es da draußen ja doch jemanden, der sich mit einem Drachen-Barrakuda den Bauch vollgeschlagen hat. Jedenfalls kann ich mich glücklich schätzen, dass eine Aufzeichnung des Fisches in Daemirs Werk vorhanden war. So konnte ich mich ganz ohne die Gefahren eines kulinarischen Abenteuers in die Besonderheiten von Drachen-Barrakudas einlesen.\nSo soll es ähnlich dem Sekret, das aus der Giftdrüse eines Hamsas gewonnen werden kann, auch für das im Körper des Fisches gespeicherte Gift Verwendungszwecke in der Alchemie geben. Dank der üppigen Natur der Insel scheint dieses Exemplar stets gut genährt gewesen zu sein und hat dementsprechend viel Gift in sich. Kalika berichtete mir außerdem von der Bedeutung des Fisches für die einstigen Bewohner Aloalos. Angeblich verehrten sie die Drachen-Barrakudas, da diese sich hauptsächlich von für die Inselbewohner giftigen Fischen und Seegräsern ernähren. Falls sie dann doch mal ein Exemplar fingen, sollen sie es mit einem Wort des Dankes auf den Lippen zurück ins Meer geworfen haben ... Da bekommt man glatt Zweifel, ob es wohl wirklich richtig war, diesen Fisch einfach mit nach Thavnair zu nehmen ...", "Icon": {"id": "70528", "path": "ui/icon/070000/070528.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070528_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70428", "path": "ui/icon/070000/070428.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070428_hr1.tex"}, "Name": "Giftig und fischig", "value": "28", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "28"}, {"Description": "„Zwischen all dem saftigen Grün stachen die roten Blumen auf dem Weg ziemlich heraus ... Ich war noch ganz mit Staunen beschäftigt, da sah ich hinter ihnen plötzlich eine große, ominöse Holzpuppe!“\n\nVor etwa hundert Jahren brach im Meer in der Nähe Aloalos ein Vulkan aus. Hohe Wellen überfluteten große Teile der Insel und selbst der Himmel färbte sich pechschwarz vor Asche, sodass ein Leben auf Aloalo nicht mehr möglich war. Schweren Herzens fassten die damaligen Inselbewohner die Entscheidung, ihre Heimat zu verlassen. Selbst wenn eines ihrer Boote den rauen Wellen einmal nicht zum Opfern fiel, so soll der entstandene Bims es den Fliehenden äußerst schwer gemacht haben, von der Insel zu entkommen.\nMan sollte auch nicht vergessen, dass Aloalo allerlei Artefakte bereithält, wie zum Beispiel Schriften über die Zahlenlehre oder Grimoires der später entstandenen Hermetik. Da es den Bewohnern in solch einer Situation schlichtweg nicht möglich war, alles Wichtige auf ihrer Flucht mitzunehmen, waren sie wohl gezwungen, vieles zurückzulassen - allem voran die Holzpuppe Lala, von der Matsya sprach. Kalika meinte, Lala soll es als Lebewesen damals tatsächlich gegeben haben, auch wenn alle Aufzeichnungen mit der Zeit vergilbt, zersetzt oder gar verschollen sind und es auch sonst keine weiteren Anhaltspunkte mehr geben soll.\nAloalo mag inzwischen unbewohnt sein, auf einigen der südlichen Inseln gibt es aber nach wie vor Siedlungen und Dörfer. Mit etwas Glück findet man dort ja vielleicht ein paar Unterlagen und Schriften, welche die Bewohner auf ihrer Flucht vor mehr als hundert Jahren mitgebracht hatten.", "Icon": {"id": "70529", "path": "ui/icon/070000/070529.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070529_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70429", "path": "ui/icon/070000/070429.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070429_hr1.tex"}, "Name": "Auf den Spuren von Zahlenlehre und Hermetik", "value": "29", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "29"}, {"Description": "„Selbst auf Thavnair hab ich noch nie so einen großen Baum gesehen. Geradezu gewaltig! Ob seine Größe wohl auch etwas mit der Kraft der Natur auf Aloalo zu tun hat ...?“\n\nAngeblich soll dieser Baum schon vor Urzeiten bei Kalikas Geburt seine Wurzeln auf Aloalo geschlagen haben. Direkt in seiner Nähe gab es wohl auch eine kleine Siedlung der Inselbewohner, die sich der Zahlenlehre verschrieben hatten. Ihr Ziel soll es gewesen sein, die geheimnisvollen Kräfte des Edelsteins der Sprecherin mittels Mathematik zu ergründen - der Baum diente ihnen dabei als eine Art gigantisches Notizbuch für ihre Formeln und Äthergramme.\nDiese Schritte ihrer Forschung kann man auch heute noch als in die Rinde des Baumes eingeritzte Muster auffinden. Doch was ich an Kalikas Geschichte besonders interessant fand, war ein Äthergramm, das Äther aus dem Blut von Bestien zu einer Art Dünger für Pflanzen werden lässt. Um den Ast eines Baumes wachsen zu lassen, benötige man eine Menge an Blut äquivalent zu vier Bestien. Wenn ich nur daran denke, was für Möglichkeiten uns so eine Kunst eröffnen könnte ...\nIch frage mich allerdings, warum diese Inselbewohner ihr Lager nicht einfach am Schrein in der Nähe der riesigen Statue errichteten. Schließlich ist sie es, die den magischen Edelstein trägt, dessen Geheimnisse sie zu ergründen suchten. Als ich Kalika diesbezüglich fragte, sprach er von einer mysteriösen Kraft, die dort geweilt haben soll ... Mit größter Wahrscheinlichkeit wirkte ein Zauber der ersten Inselbewohner, der Vergessenen, und hüllte das Gebiet um den Schrein stets in dichten Nebel. Um den Nebel zu unterdrücken, sollte wohl ein magisches Artefakt geschaffen werden, aber so etwas braucht schließlich seine Zeit. Doch es dauerte gar nicht lange und die Forscher hatten sich so an ihre Heime am großen Baum gewöhnt, dass sie auch nach Abschluss ihrer Arbeit einfach dortblieben.", "Icon": {"id": "70530", "path": "ui/icon/070000/070530.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070530_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70430", "path": "ui/icon/070000/070430.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070430_hr1.tex"}, "Name": "Das Leben am Baum", "value": "30", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "30"}, {"Description": "„Ich hatte gehofft, in dem dichten Geäst noch andere Finken wie Kalika zu treffen, aber leider habe ich keinen gesehen ...“\n\nAls Kalika das hörte, erwiderte er ganz stolz: „Unter den Finken kann nur ich eure Sprache sprechen!“. Herkömmliche Finken soll es aber dennoch schon seit jeher auf Aloalo gegeben haben, die von den Inselbewohnern gar verehrt wurden. Ich packte die Gelegenheit also beim Schopf und erkundigte mich bei Kalika, wie das Gebet zu einem Finken denn korrekt auszuführen sei. Etwas widerwillig erzählte er mir dann von all den Einzelheiten und Schritten, die es zu befolgen gilt. Ich schreibe sie besser einmal auf, bevor ich noch etwas vergesse.\nAn dem Platz, wo die Statuen der Götter aufgereiht stehen, kann man durch die Worte: „O Tänzer zwischen Himmel und Wolken, erhöre mich.“ vor der Statue des Finken seinen Segen erhalten. Danach soll ihr eine Kusshand zugeworfen und dann einmal alle Götzen im Uhrzeigersinn umkreist werden, bevor man schließlich das Ritual mit einem Tanz vor der Statue des Finken beendet. Als ich aus Neugier mal versucht habe, dem kleinen Kalika eine Kusshand zuzuwerfen, um seine Gunst zu erlagen, hat er mir mit einem großen Seufzer prompt die kalte Schulter gezeigt. Welch eine Tragödie! Ich liebe ihn doch so sehr und kümmere mich jede Minute jeden Tages um sein Wohlbefinden! Was soll ich nur tun? Vielleicht noch köstlicheres Futter? Oder ist meine Kusshand nicht elegant genug? Oder, oder ... (Weitere Liebesbekundungen wurden aus Platzmangel gekürzt)", "Icon": {"id": "70531", "path": "ui/icon/070000/070531.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070531_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70431", "path": "ui/icon/070000/070431.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070431_hr1.tex"}, "Name": "Mein kleiner Freund", "value": "31", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "31"}, {"Description": "„Das Angeln im Wald war auch eine ganz neue Erfahrung für mich. Normalerweise bin ich eher ein Fischer der Meere, aber das Ringen mit so einem Süßwasserfisch war auch spannend!“\n\nKalika meinte, dass es sich bei dem Fisch, den Matsya geangelt hatte, um einen „Wholokailo“ gehandelt haben soll. Früher sollen seine harten Schuppen als Perlen für alte Rechenbretter verwendet worden sein. Als wäre das nicht genug, schmeckt er gebraten wohl auch noch äußerst köstlich. Es ist also gar nicht verwunderlich, dass er unter den Inselbewohnern als schlau machend galt und sich als Speise großer Beliebtheit erfreute. Einen Alchemisten, wie ich einer bin, interessiert es natürlich brennend, ob es sich hierbei lediglich um reinen Aberglauben handelt oder das Verspeisen des Fisches wirklich positive Auswirkungen auf die eigenen Denkkapazitäten haben kann.\nMit Kalikas Erlaubnis entschied ich mich also prompt dazu, den geangelten Wholokailo einmal genauestens unter die Lupe zu nehmen. Leider schienen meine Erwartungen etwas zu hoch gesteckt zu sein, denn in keiner seiner essbaren Teile konnte ich irgendwelche besonderen Inhaltsstoffe entdecken. Tatsächlich erwiesen sich die Schuppen des Fisches als deutlich geeigneter für den Gebrauch in der Alchemie, sofern man sie zunächst vorsichtig entfernt und anschließend trocknet. Sofort dachte ich mir also, dass der Fisch erst mitsamt seinen Schuppen gebraten und verspeist seine wahre Wirkung entfalten sollte, doch auch hier wurde ich eines Besseren belehrt. Seine Schuppen waren so hart und ihr Geschmack so scheußlich, man kann sie höchstens zu einem Pulver verreiben und dann in Pillen pressen ... Anders sind sie gänzlich ungenießbar.", "Icon": {"id": "70532", "path": "ui/icon/070000/070532.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070532_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70432", "path": "ui/icon/070000/070432.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070432_hr1.tex"}, "Name": "Fisch macht schlau", "value": "32", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "32"}, {"Description": "„Diese garstige Fee! Bah, bei den Mrga! Ich hoffe, ich muss sie nie wieder treffen!“\n\nDer Name dieser „garstigen Fee“ ist Statice und sie ist wohl ein verlorenes Familiar. Auch Kalika weiß aus erster Hand von ihrer listigen Natur, da er nicht nur einmal von ihr gejagt worden ist. Bei ihrem Versuch, ihn einzufangen, trug sie stets merkwürdiges Gerät bei sich. Was für ein niederträchtiges Wesen diese Statice doch ist, meinen kleinen Finken einfach so zu ärgern ...! Es muss doch irgendeine Möglichkeit geben, an ihren Fallen vorbeizukommen ...\nNachdem der Stadtstaat Nym, der auf Vylbrand beheimatet war, während der Sechsten Katastrophe gefallen war, flohen einige Seesoldaten nach Aloalo - das sagt zumindest Kalika. Da ihre Gelehrten oftmals Feen als Familiare mit sich führten, darf man also davon ausgehen, dass diese mit ihnen nach Aloalo kamen.\nFamiliare lösen sich jedoch normalerweise mit dem Tod ihres Herren aufgrund des fehlenden Ätherzuflusses auf, weshalb Statices Anwesenheit auf der Insel mich etwas verdutzt. Dass sie nach wie vor auf der Insel umherjagt, kann nur bedeuten, dass sie von irgendwoher Äther beziehen muss. Ob die geheimnisvollen Kräfte, die die Natur der Insel beleben, wohl etwas damit zu tun haben?\nÜbrigens, die Beschwörung von Familiaren wie den oben genannten Feen soll auch der Grundstein für die Beschwörung der Karfunkel in der Hermetik gewesen sein. Wenn man jedoch noch weiter in der Geschichte zurückgeht, kann man ähnliche Beschwörungstechniken sogar schon bei den Vergessenen finden. Diese nutzten nämlich Holzpuppen als Familiare. Es ist schon erstaunlich, wie verwoben Geschichte sein kann, nicht wahr?", "Icon": {"id": "70533", "path": "ui/icon/070000/070533.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070533_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70433", "path": "ui/icon/070000/070433.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070433_hr1.tex"}, "Name": "Beschworene Geschichte", "value": "33", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "33"}, {"Description": "„Diese Ruinen versprühten so eine ehrerbietige Aura. Vielleicht ruhen dort ja die Götter Aloalos ...“\n\nOb man den Ort, von dem Matsya da sprach, wohl mit der Tempelstätte Purusa vergleichen kann? Doch bevor ich mit meinen Gedanken zu sehr abschweifen konnte, wurden sie auch schon von Kalika bestätigt. So sind diese Ruinen auf Aloalo tatsächlich als Ort des Glaubens bekannt gewesen. Weiterhin soll es angeblich irgendwo in den Ruinen auch eine Zeremonialstätte geben, auf der Statuen der verehrten Gottheiten bestaunt und angebetet werden können. Da gäbe es zum Beispiel die Statue einer Meeresschildkröte, welche von den Inselbewohnern als Gottheit der Meere verehrt worden sein soll und, laut Kalika, gerade für unseren Fischerfreund Matsya das ein oder andere Fangwunder bewirken könnte. Um für Matsyas Gelingen beim Gebet zu sorgen, bin ich so frei und vermerke hier die Einzelheiten der Zeremonie.\nZunächst erlangt man den Segen der Gottheit durch die vor ihr gesprochenen Worte: „O Nomade zwischen Sand und Meer, erhöre mich.“ Dann umkreist man alle Statuen zweimal entgegen dem Uhrzeigersinn und beendet das Ritual schließlich mit einer Verbeugung vor der Schildkröte.\nSolche Statuen der Götter sollen auch in den Ruinen der alten Siedlung stehen. Was für eine Bedeutung ihnen und der Reihenfolge, in der sie errichtet wurden, wohl innewohnt? Wie dem auch sei, man kann jedenfalls mit höchster Sicherheit behaupten, dass der Glaube auf Aloalo, ganz wie auf Thavnair, eine zentrale Rolle im Leben der Inselbewohner gespielt haben muss.", "Icon": {"id": "70534", "path": "ui/icon/070000/070534.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070534_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70434", "path": "ui/icon/070000/070434.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070434_hr1.tex"}, "Name": "Überreste eines Glaubens", "value": "34", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "34"}, {"Description": "„Der Fisch hat so ein komisches Gesicht! Und doch ist er irgendwie niedlich!“\n\nEigentlich will ich Matsya ja ein guter Freund sein, aber diesmal kann ich ihm nie und nimmer zustimmen. Meiner bescheidenen Meinung nach ist der Fisch, den er da auf Aloalo an Land gezogen hat, nämlich alles andere als niedlich. Ich würde sogar so weit gehen, das Folgende zu behaupten: Der Fisch ist eine Ausgeburt. So langsam beginne ich leider damit, Matsyas Auffassung bezüglich gewisser Dinge anzuzweifeln. Immerhin kommt, was Niedlichkeit angeht, einfach nichts und niemand an meinen kleinen Kalika heran.\nAber nun genug von diesem Riss in unserer Freundschaft. Ganz unabhängig davon, was der Banause von seinem Fang hält, habe ich mich nämlich bei Kalika bezüglich weiterer Informationen über den Fisch erkundigt. Die damaligen Bewohner Aloalos nannten ihn wohl „Lalaulusu“ und erzählten sich Geschichten, es handele sich bei dem Fisch um einen Lalafell, der an einem stürmischen Tag ins Wasser gefallen sei. Angeblich soll diese Erzählung jedoch lediglich als ein Mittel der Abschreckung gedient haben, um kleine Kinder möglichst davon abzuhalten, sich bei schlechtem Wetter in der Nähe des Ufers aufzuhalten. Ich hoffe nur, dass dies nicht eines dieser Ammenmärchen ist, die sich später als wahr herausstellen. Wenn ich nur daran denke, möglicherweise einen Lalafell als alchemistische Zutat zu verwenden, wird mir ganz flau im Magen ...", "Icon": {"id": "70535", "path": "ui/icon/070000/070535.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070535_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70435", "path": "ui/icon/070000/070435.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070435_hr1.tex"}, "Name": "Der Lalafell unter den Fischen", "value": "35", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "35"}, {"Description": "„So einen hab ich auf Thavnair noch nie gesehen! So anmutig gülden! D-Das muss doch wohl der Herrscher von Aloalos Gewässern sein!“\n\nAuf Aloalo soll einmal eine schwere Kinderkrankheit grassiert haben. Doch als man dann eine Brühe aus einem am Schrein gefangenen, golden schimmernden Fisch zubereitete und diese den betroffenen Kindern verabreichte, ging es ihnen im Nu wieder besser. Und nicht nur das, auch die darauffolgenden Jahre wurde keines der Kinder überhaupt krank. Hieraus entstand schließlich der Brauch, neugeborene Säuglinge einen Schluck der heilenden Brühe trinken zu lassen und für ihre Gesundheit zu beten. Der Name dieses sonderbaren Fisches, aus dem die Brühe gemacht wurde, ist übrigens „Gombessa“, und seine Wirkung lässt sich wohl ganz einfach durch die Nähe seiner Gewässer zu den Götzenstatuen erklären. Es ist davon auszugehen, dass die Macht des Edelsteins besonders intensiv auf ihn wirkt, und als alchemistische Zutat ist der Fisch somit von unermesslichem Wert.\nIch kenne Matsya nun schon von Kindesbeinen an, und doch fühlt es sich so an, als hätte uns diese kleine Unternehmung auf Aloalo zu besseren Freunden gemacht, als wir es jemals waren. Die Zeit, die ich mit ihm und meinem neuen niedlichen Freund Kalika verbringen und die ganzen alchemistischen Zutaten, die ich analysieren darf ... Besser geht es eigentlich gar nicht mehr! Auch diese Notizen hier habe ich ursprünglich nur für Matsya angefangen. Ehe ich mich jedoch versah, hatte ich einen Band voller Erinnerungen niedergeschrieben. Ich danke euch vielmals, meine Freunde. Matsya, Kalika und natürlich meiner fleißigen Abenteurerin. Ohne euch wären diese aufregenden Expeditionen niemals zustande gekommen.", "Icon": {"id": "70536", "path": "ui/icon/070000/070536.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070536_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70436", "path": "ui/icon/070000/070436.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070436_hr1.tex"}, "Name": "Erinnerungen in Gold", "value": "36", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "36"}, {"Description": "", "Icon": {"id": "0", "path": "ui/icon/000000/000000.tex", "path_hr1": "ui/icon/000000/000000_hr1.tex"}, "Image": {"id": "0", "path": "ui/icon/000000/000000.tex", "path_hr1": "ui/icon/000000/000000_hr1.tex"}, "Name": "", "value": "0", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "0"}], "Name": "Naturschutzbericht von Aloalo", "row_id": "3"},
    "4": {"Contents": [{"Description": "„Der junge Händler setzte seinen Weg in Richtung des verlassenen Palastes fort, stets begleitet von dem sanften Wind, der ihm den Duft der Natur ins Gesicht wehte.“ \n\nIn Corvos, im Süden Ilsabards, gibt es wohl niemanden, der nicht schon einmal von „Des Händlers Liebsmüh“ gehört hat - jenes jahrhundertealte Märchen, dessen Verfasser entweder vergessen wurde oder schlicht unbekannt geblieben ist. So lange, wie sich die Geschichte bereits an Beliebtheit erfreut, ist es jedenfalls wenig verwunderlich, dass sich aus ihrer Ursprungsform je nach Region inzwischen vielerlei verschiedene Versionen entwickelt haben.\nIn Vorbereitung auf unser Abenteuer habe ich mich ins Noumenon begeben und ein wenig recherchiert. Die Versionen, die ich dort fand, wiesen zu meiner Überraschung mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten auf. Lediglich der Aufhänger der Geschichte  - dass sich ein junger Händler für seine Angebetete auf Schatzsuche begibt - und die Darstellung von Corvos als „von Natur gesegnetes, wunderschönes Fleckchen Erde“ waren in allen Ausgaben zu finden. Tatsächlich entspricht dies zu großen Teilen der Realität. Nicht nur ist das Wetter in Corvos angenehm warm, fruchtbarer Boden sorgt für reiche Ernten und folglich volle Mägen, was sich in der Zufriedenheit der Bevölkerung widerspiegelt.\nWarum also scheint der Palast, den wir inmitten der blühenden Landschaften vorgefunden haben, vollkommen verlassen zu sein? Viele der Schauplätze in „Des Händlers Liebesmüh“ sind längst vergessene Ruinen und wecken ein Gefühl der Einsamkeit im Leser. So war in einer der Versionen, die ich im Noumenon fand, statt von einem Palast von einem durch Bestien zerstörten Dorf die Rede. Vielleicht wollte uns der Verfasser schlicht und einfach bewusst machen, wie rau und unerbittlich die Natur und ihre Bewohner manchmal sein können.", "Icon": {"id": "70537", "path": "ui/icon/070000/070537.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070537_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70437", "path": "ui/icon/070000/070437.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070437_hr1.tex"}, "Name": "Ein Land des Überflusses", "value": "37", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "37"}, {"Description": "„Der aus feinsten Goldfäden gewebte Teppich glitt still und schimmernd wie eine Sternschnuppe durch den ruhigen Nachthimmel.“\n\nBei dem Schatz, den wir im Inneren des Palastes geborgen haben, handelt es sich um einen magischen Teppich. Wir hatten beobachtet, wie unsere Gegnerin ihn benutzte, um hin- und herzufliegen, und er schien den Befehlen seiner Herrin aufs Wort zu gehorchen. So verlockend ein Berg von Edelsteinen auch sein mag, die Fähigkeit, durch die Lüfte zu schweben, ist unbezahlbar.\nDie junge Angebetete des Händlers erzählte uns, dass ein ehemaliger König von Corvos einst eine Fee dazu verbannt hatte, den Teppich zu erschaffen und ihm so zu seinen magischen Eigenschaften verhalf. Das deckt sich tatsächlich mit dem allgemeinen Glauben in vielen anderen nahöstlichen Regionen zum Ursprung solcher Teppiche. Interessanterweise haben folkloristische Studien ergeben, dass die Legende des besagten Teppichs bereits lange Zeit vor der Verfassung des Märchens existiert hat. „Des Händlers Liebesmüh“ scheint sich somit einer Vielzahl an damals vorherrschenden Folkloren bedient und sie zu etwas Eigenem, Neuem verwoben zu haben. Eine eingehende Studie kann uns sicherlich noch viele kulturwissenschaftlich bedeutende Erkenntnisse über das alte Corvos liefern.\nÜbrigens: Über die Jahrhunderte kam es immer wieder zu ambitionierten Versuchen, auf Grundlage der Legende ähnliche magische Teppiche zu erschaffen. Es hat zwar gedauert, aber neueste Prototypen sollen sogar Personen transportieren können. Ob man auf ihnen jedoch jemals so entspannt und womöglich gar im Schlaf an sein Ziel reisen kann, steht noch in den Sternen. Ich für meinen Teil bin eine recht unruhige Schläferin und würde wohl einfach runterkullern ...", "Icon": {"id": "70538", "path": "ui/icon/070000/070538.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070538_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70438", "path": "ui/icon/070000/070438.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070438_hr1.tex"}, "Name": "Der fliegende Teppich", "value": "38", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "38"}, {"Description": "„Ein einziger Wimpernschlag und die Pari hatte alles in ein loderndes Flammenmeer gehüllt.“\n\nUnsere letzte Gegnerin, eine Pari, war fast schon lächerlich faul, aber vielleicht wäre ich das auch, wenn ich einen fliegenden Teppich zur Verfügung hätte. Trotzdem hat sie sich heftig gewehrt und es war alles andere als ein leichter Kampf ... Wenn man bedenkt, wie mühelos sie einen Feuerregen auf uns herabregnen ließ, mag ich mir gar nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn sie uns ernster genommen hätte ...\nEine im Nahen Osten weit verbreitete Legende erzählt von einem ehemaligen König von Corvos, dem es gelungen sein soll, eine Pari unter seine Kontrolle zu bringen. Er ließ sie magische Teppiche für seinen eigenen Gebrauch herstellen, doch nun, da ich um ihre Macht weiß, kann ich mir nur schwer vorstellen, wie dem König das gelungen sein mag. In meinen Vorbereitungen auf unser Abenteuer sind mir ab und zu Geschichten untergekommen, in denen magische Wesen durch eine Art Pakt gehorsam gemacht werden konnten. Eine der bekanntesten Vorgehensweisen hierbei war die Folgende: Im ersten Schritt muss der Paktschließer seine friedlichen Absichten vermitteln, anschließend die entsprechende Paktformel aufsagen und schließlich das Wesen mit einer Kunstfertigkeit unterhalten, um es Vertrauen schöpfen zu lassen. Ob das bei unserer Gegnerin funktioniert hätte, wage ich allerdings zu bezweifeln ... Vermutlich wäre sie lange vor Abschluss eines so aufwendigen Rituals einfach eingeschlafen.", "Icon": {"id": "70539", "path": "ui/icon/070000/070539.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070539_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70439", "path": "ui/icon/070000/070439.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070439_hr1.tex"}, "Name": "Eine feurige Gegnerin", "value": "39", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "39"}, {"Description": "„Als Zeichen der Wertschätzung pflückte der junge Händler die sonnenverwöhnte Frucht von einem nahe gelegenen Baum und reichte sie seiner treuen Leibwächterin.“\n\nDie Äpfel und Trauben, die ich während unserer Reise probiert habe, schmeckten ähnlich wie die in Alt-Sharlayan, mit Ausnahme der Konsistenz, die leicht anders war. Das ist natürlich zu erwarten, da die Früchte, die ich normalerweise esse, im Labyrinthos angebaut werden.\nDas Klima im Labyrinthos ist tatsächlich dem der Region Corvos im Süden von Ilsabard nachempfunden, weil es sich als ideal für einen Großteil der dort angebauten Früchte herausgestellt hat. Das kommt vermutlich auch daher, dass die meisten dieser Sorten ihren Ursprung in Corvos haben. Seit der Entstehung von „Des Händlers Liebesmüh“ hat sich der Geschmack dieser Früchte allerdings merklich verbessert, was wohl auf mehrere Generationen gezielter Züchtung zurückzuführen ist. Das würde auch erklären, weshalb sie zwar anders, aber gleichzeitig so vertraut schmecken.\nIch habe gehört, dass sich die in Corvos angebauten Pflanzen und Früchte seit der Eroberung des Landes durch die Garlear noch einmal drastisch verändert haben und viele alte Sorten sogar vollständig verloren gegangen sind. Durch das Buch ist es uns nun möglich, jene Sorten zu untersuchen und sogar zu probieren, was es zu einer ungeahnt wertvollen historischen Quelle macht. Ich muss diese Entdeckung unbedingt so bald wie möglich mit einem Bekannten teilen, der an der Magieakademie von Sharlayan Agrarwissenschaften studiert!", "Icon": {"id": "70540", "path": "ui/icon/070000/070540.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070540_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70440", "path": "ui/icon/070000/070440.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070440_hr1.tex"}, "Name": "Der verlockende Duft der Früchte", "value": "40", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "40"}, {"Description": "„Meereswogen und glänzende Strandmuscheln wetteiferten darum, wer schöner im Sonnenlicht funkelte.“\n\nDas Blau des Ozeans, das wir tagsüber auf unserem Weg erblickt hatten, erinnerte mich an die Schönheit und Anmut eines Saphirs. Nachts wissen seine Wogen sicher noch ganz andere Farben zu zeigen. Ich habe gehört, dass in einigen Gebieten entlang der Küste der Corvos-Meerenge die Felsen eine blassrosa Färbung aufweisen, die durch eine Mischung aus dem Äther der Umgebung und den Überresten kleiner Organismen entsteht, die sich über viele Jahre hinweg angesammelt haben. Wieder einmal wurde mir bewusst, wie seltsam und faszinierend die Natur sein kann.\nWo ich gerade bei dem Thema „Meer“ bin: Eine der Versionen von „Des Händlers Liebsmüh“, über die ich im Noumenon gestolpert bin, stammte aus Radz-at-Han und hatte eine schillernde Küstenregion zu ihrem Schauplatz erkoren. Und auch der Verlauf der Geschichte unterscheidet sich in großen Teilen von dem, was wir in unserer Version erlebt haben. In jener Ausgabe durchquerten die Figuren eine Korallenhöhle und betraten eine riesige spiralförmige Muschel. Dort nahmen sie die Einladung eines Seesterns an, zum Grund des Ozeans zu reisen, wo der König des Meeres ihnen eine rosa Perle schenkte. Dieser Schatz war es, der schließlich das Herz der jungen Angebeteten bewegte ... oder so! Korallen, Muscheln, Seesterne und Perlen sind uns auf unserem Weg durch das Buch zwar auch begegnet, aber eine besondere Bedeutung schien ihnen nicht innegewohnt zu haben. Das muss aber nicht heißen, dass sie in anderen Versionen des Buches nicht womöglich eine entscheidendere Rolle spielen könnten.", "Icon": {"id": "70541", "path": "ui/icon/070000/070541.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070541_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70441", "path": "ui/icon/070000/070441.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070441_hr1.tex"}, "Name": "Das Funkeln des Meeres", "value": "41", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "41"}, {"Description": "„Auf einem Sockel aus Korallen thronend, schimmerte das Juwel in den schönsten Farben. Jeder, der es betrachtete, wurde umgehend in seinen Bann gezogen.“\n\nDas Juwel, das die Meerjungfrau hinterlassen hatte, funkelte geheimnisvoll im Licht. Und auch der Sockel aus Korallen, auf dem es befestigt war, konnte sich sehen lassen: ganz in Weiß-, Blau- und Rosatönen, als hätte er alle Farben des Ozeans eingefangen. Sollte dieses Juwel womöglich eine echte Perle sein? Wenn ja, dann müsste sie aus einer riesigen Muschel stammen, was in so nährstoffreichen Gewässern vielleicht gar nicht mal unmöglich wäre. Ich hatte Gelegenheit, die Perle genauer zu untersuchen, und durfte feststellen, dass sie sich in einem makellosen Zustand befand. Selbst unter all den Wundern des Meeres war diese Perle eindeutig ein einzigartiger Schatz.\nDoch so schön dieser Schatz auch war, er genügte nicht, um die Leere im Herzen der jungen Frau zu füllen und die Geschichte zu einem guten Ende zu bringen. Ich frage mich, was der Händler nach unserem Austritt aus dem Buch wohl mit der schönen Perle gemacht hat. Hat er sich trotzdem dazu entschieden, sie seiner Liebsten zu schenken? Oder hat er ihren Rat befolgt und ist durch den Verkauf zu unermesslichem Reichtum gelangt? Und dann ist da noch diese Frage, die mich einfach nicht loslässt: Wenn selbst etwas so Schönes nicht der Liebesbeweis war, den seine Angebetete sich erhofft hat, was mag es dann wohl gewesen sein? Vielleicht geht es ihr gar nicht um etwas besonders Prachtvolles, Teures oder gar Seltenes, sondern etwas gänzlich anderes ...?", "Icon": {"id": "70542", "path": "ui/icon/070000/070542.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070542_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70442", "path": "ui/icon/070000/070442.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070442_hr1.tex"}, "Name": "Der Schatz vom Meeresgrund", "value": "42", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "42"}, {"Description": "„Aus den Tiefen des Meeres ertönt das Klagelied der Meerjungfrau ... Der junge Händler spürte, wie sich seine Brust mit jedem Vers noch weiter zusammenzog.“\n\nDie Meerjungfrau, die wir zuletzt bekämpft haben, stand in komplettem Kontrast zu unserem vorigen Gegner. Ihre Augen waren von einer solchen Traurigkeit erfüllt ... Selbst wenn es nur eine Erfindung der Geschichte war, komme ich nicht umhin, mich zu fragen, welche Last sie auf ihren Schultern trug.\nMeerjungfrauen tauchen übrigens in vielerlei Legenden und Sagen überall auf der Welt auf, nicht nur in Corvos. In manchen werden sie als verführerische Täuscherinnen dargestellt, die ihre Opfer in den sicheren Tod locken, in anderen als neugierige Meeresbewohnerinnen, die wissbegierig den Austausch mit uns suchen. Vielleicht wäre es also auch möglich, je nach Verlauf der Ereignisse mit der Meerjungfrau in „Des Händlers Liebesmüh“ zu kommunizieren und die Handlung zu einem glücklicheren Ende für alle zu lenken.\nWährend unseres Kampfes nutzte sie ihren Gesang, um andere Meeresbewohner an ihre Seite zu rufen und zu befehligen. Daraus lässt sich schließen, dass sie wohl eine besondere Affinität zur Musik hat. Wenn wir also schon keine gemeinsame Sprache sprechen, könnte womöglich eine Melodie unsere Gefühle vermitteln. Allerdings fällt mir keine Methode ein, wie wir Lieder durch das Wasser an ihr Ohr tragen könnten. Es muss doch irgendeine Möglichkeit geben ...", "Icon": {"id": "70543", "path": "ui/icon/070000/070543.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070543_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70443", "path": "ui/icon/070000/070443.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070443_hr1.tex"}, "Name": "Die Herrscherin des Meeres", "value": "43", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "43"}, {"Description": "„Der junge Händler betrachtete das schimmernde Wasser vor sich und war überzeugt davon, dass es unermessliche Reichtümer bergen musste.“\n\nZugegeben, ich lasse mich schnell von einer schönen Landschaft beeindrucken. Aber der Ort, der sich uns als Nächstes offenbarte, hätte selbst die stoischste Seele sprachlos gemacht: Eine Bucht, in der dichte Algen wuchsen und sanft in der Strömung des Wassers tanzten, überall glitzernde und schimmernde Fische, die ihre Runden schwammen, und sogar eine Krabbe schien uns mit angehobener Schere begrüßen zu wollen - eine wahre Schatzkammer des Unterwasserlebens! Ein geübter Koch könnte problemlos allein mit den Zutaten dieses Ortes ein wahres Festmahl zaubern.\nUmso mehr verwunderte es mich, dass uns nicht ein einziger Fischer über den Weg gelaufen ist. Ich nehme an, das lag wohl auch an den angriffslustigen Kreaturen, auf die wir gestoßen sind. Ähnlich wie der Protagonist aus „Des Händlers Liebesmüh“ verfüge ich über keinerlei Kampferfahrung, daher war ich umso erleichterter, eine derart erfahrene Leibwächterin an meiner Seite zu haben.\nWir haben zwar in dieser schönen Bucht niemanden angetroffen, aber das muss noch lange nicht heißen, dass es in der Gegend vielleicht nicht doch irgendwo eine Siedlung gegeben haben könnte. Je weiter ich diese Möglichkeit in meinen Gedanken erforsche, umso mehr packt mich meine Neugier und dieser unbändige Drang, mehr über die Lebensart der Bewohner dort und vor allem ihre Kochkünste zu erfahren. Wirklich zu schade ...", "Icon": {"id": "70544", "path": "ui/icon/070000/070544.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070544_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70444", "path": "ui/icon/070000/070444.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070444_hr1.tex"}, "Name": "Die Schätze des Meeres", "value": "44", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "44"}, {"Description": "„In dem Tal schienen jegliche Gesetze der Natur außer Kraft gesetzt worden zu sein. Die größten Felsen schwebten in der Luft, während sich die kleinsten Steinchen tief in die Erde bohrten.“\n\nVon all den fantastischen Orten, die wir bisher gesehen haben, hat das Tal eindeutig den nachhaltigsten Eindruck hinterlassen. Die Felsen dort sind von einer seltsamen magnetischen Energie umgeben, die sie in Verbindung mit dem umgebenden Äther schweben lässt, als wären sie federleicht. Doch sobald dieses empfindliche Gleichgewicht auch nur für einen Moment gestört wird, stürzen die Felsen zu Boden. Ich habe wirklich noch nie etwas Vergleichbares gesehen.\nAn diesem einzigartigen Ort in den Tiefen des Tals trafen wir auf eine ebenso einzigartige Gegnerin - eine einsame Schwertkämpferin. Sobald wir uns ihr näherten, griff sie an, als hätte sie schon lange auf einen würdigen Gegner gewartet. Im Nahen Osten ist es eigentlich üblich, sich mit einer respektvollen Verbeugung zu begrüßen, doch in diesem Fall hätten wir uns wohl von unseren Köpfen verabschieden müssen, wenn wir dieser Tradition gefolgt wären.\nNach unserer Heimkehr aus der Geschichte habe ich ein wenig nachgeforscht. Im alten Corvos soll es eine Gruppe von Meistern einer legendären Schwertkunst namens „Unbeugsame Klinge“ gegeben haben, die ein ganz ähnliches Tal für die Ausbildung an der Klinge genutzt hat. Jeder, der einen Fuß in jenes Tal setzte, musste kämpfen, auch wenn er kein Krieger war. Nur wer es schaffte, lebendig aus diesem Ort herauszukommen, wurde als wahrer Schwertmeister anerkannt. Nichts für schwache Gemüter, diese Ausbildung ...", "Icon": {"id": "70545", "path": "ui/icon/070000/070545.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070545_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70445", "path": "ui/icon/070000/070445.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070445_hr1.tex"}, "Name": "Das Tal der Extreme", "value": "45", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "45"}, {"Description": "„Die imposante Klinge des Schwertes war mit unzähligen, filigranen Gravuren versehen.“\n\nDer Schatz, den wir aus dem Tal mit nach Hause brachten, war die Klinge der Schwertmeisterin, die wir dort besiegt hatten. Allein schon die filigranen Verzierungen des Schwertes machen es zu einem wahren Kunstwerk, aber es sind die in die Klinge eingravierten Muster, die mich besonders faszinierten. Bei der uralten Technik „Unbeugsame Klinge“, die seit jeher in der Region Corvos weitergegeben wurde, wird Äther in die Waffe geleitet, um magische Angriffe ausführen zu können. Wahrscheinlich dienten die Muster auf der Klinge dazu, den Äther zu verdichten und so die Schlagkraft dieser machtvollen Technik zu verstärken.\nDieser Hintergrund erklärt auch, warum ausgerechnet dieses Tal zu einem Übungsplatz für angehende Schwertmeister wurde. Die Felsen dort waren so stark magnetisiert, dass sie in der Luft schwebten. Vermutlich übten die angehenden Schwertmeister, die Felsen bei schwachem Magnetismus mithilfe von Blitzäther und starken Magnetismus mithilfe von Erdäther anzuheben. Eine solch präzise Beherrschung des Äthers dürfte ihnen dabei geholfen haben, die alte Geheimtechnik zu meistern.\nAuf unserer Reise durch die Geschichte habe ich hier und da ganz ähnliche Felsen wie die im Tal gesehen. Ich frage mich, was passieren wäre, wenn wir sie mit Äther geladen hätten? Zumindest hätten wir einen Eindruck von der anstrengenden Ausbildung bekommen, die die Schwertmeister durchlaufen mussten.", "Icon": {"id": "70546", "path": "ui/icon/070000/070546.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070546_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70446", "path": "ui/icon/070000/070446.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070446_hr1.tex"}, "Name": "Eine reich verzierte Klinge", "value": "46", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "46"}, {"Description": "„Die Schwertmeister führten nur eine Klinge, doch ihre Angriffe trafen aus allen Richtungen.“\n\nUnser letzter Kampf war gegen eine Meisterin einer Schwertkunst namens „Unbeugsame Klinge“, die aus Corvos stammt. Niemals hätte ich mir vorstellen können, eine Schwertmeisterin von solcher Anmut und mit einem solchen Kampfgeschick mit eigenen Augen bestaunen zu dürfen. In der realen Welt wurden die Meister der „Unbeugsamen Klinge“ einst im Krieg gegen die Garlear systematisch getötet. Zwar gab es einige wenige Überlebende, doch sie rebellierten gegen ihre Unterdrückung und wurden daraufhin vernichtet, bis auch der letzte Schwertmeister eines grausamen Todes starb ... Es wird erzählt, dass die Schwertmeister von Corvos zu ihrer Blütezeit ihre Fähigkeiten als Zeichen der Loyalität gegenüber der königlichen Familie regelmäßig zur Schau stellten. Doch inzwischen ist auch diese Tradition längst in Vergessenheit geraten.\nDa kommt mir eine Szene in den Sinn, die ich in einer Version von „Des Händlers Liebesmüh“, die speziell an Kinder gerichtet ist, gelesen habe. Dort erreichen die Helden der Geschichte eine Bühne, die in allen Farben des Regenbogens erstrahlte. Diese Bühne war allerdings nicht für die königliche Familie erbaut worden, sondern ein zeremonieller Ort, um anderen Völkern gegenüber Freundschaft und Wohlwollen zu bekunden. Wie diese Zeremonien wohl ausgesehen haben könnten? Wenn wir den kulturellen Hintergrund der Geschichte verstehen, könnten wir in der Lage sein, die Wendungen der Erzählung vorauszusehen und diese Gabe zu nutzen, um die Handlung des Buches zu beeinflussen.", "Icon": {"id": "70547", "path": "ui/icon/070000/070547.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070547_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70447", "path": "ui/icon/070000/070447.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070447_hr1.tex"}, "Name": "Die Meister der Unbeugsamen Klinge", "value": "47", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "47"}, {"Description": "„Wo die Gesetze der Natur keine Anwendung finden, kann jeder Fehltritt tödlich sein.“\n\nDas Leben findet irgendwie immer einen Weg, selbst in den rauesten Umgebungen zu gedeihen. Und hier kommt meine persönliche Theorie ins Spiel: Die widerstandsfähigsten sind in der Regel auch die schmackhaftesten. Die Pilze, die an den Wänden der Schlucht wachsen, sind ein perfektes Beispiel dafür. Sie sahen aus wie gewöhnliche Steine und fühlten sich auch so an, aber sobald ich sie im Mund hatte, schmolzen sie förmlich auf meiner Zunge. Was für eine Offenbarung, eine wahre Delikatesse! Und so aromatisch! Mit ihrem intensiven Aroma eignen sie sich bestimmt als wunderbare Würze, um den Geschmack verschiedener Gerichte zu verfeinern.\nNach unserer Rückkehr habe ich mich gleich auf die Suche nach einem Gegenstück in unserer Welt gemacht. Und ich habe tatsächlich einen Pilz gefunden, der dem aus der Schlucht zum Verwechseln ähnlich sieht! Allerdings war dabei vermerkt, dass er eine starke halluzinogene Wirkung haben soll ... Möglicherweise war das bei den Exemplaren aus der Schlucht nicht der Fall, weil die Welt in dem Buch von vornherein eine Illusion ist. Unabhängig davon wurde mir wieder bewusst, wie gefährlich es sein kann, unbekannte Pflanzen zu verzehren. Man sollte sich wirklich nicht alles in den Mund stecken, was lecker aussieht, das habe ich mir jetzt zu Herzen genommen ...", "Icon": {"id": "70548", "path": "ui/icon/070000/070548.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070548_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70448", "path": "ui/icon/070000/070448.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070448_hr1.tex"}, "Name": "Leben unter rauen Bedingungen", "value": "48", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "48"}, {"Description": "„Am Ende war es ein alter Teller, der das Herz der jungen Frau zutiefst berührte.“\n\nDie verbrannten Ruinen am Meer waren in Wirklichkeit einst das Zuhause der jungen Angebeteten des Händlers. Es scheint, dass die damaligen Dorfbewohner eine Art Gemeinschaft mit den Meeresbewohnern pflegten und einen Altar nutzten, um mit ihnen zu interagieren und verschiedene Waren zu tauschen ... Bis zu jenem Tag, als der schreckliche Dandan auftauchte und die Tage des Friedens jäh beendete. Einige Geschichten erzählen von einem tapferen jungen Mann, der sich in die Berge zurückzog, um seinen Körper und Geist zu stählen, um das furchterregende Ungeheuer besiegen zu können, doch als er zurückkehrte, war es bereits zu spät: Das Dorf und seine Bewohner waren Geschichte.\nIhrer Familie und ihres Zuhauses beraubt, irrte die junge Frau ziellos umher, bis sie die Stadt erreichte, in der das Buch beginnt.\nKein Schatz der Welt vermochte ihren Kummer zu lindern. Einzig und allein der verrußte Teller, der tröstende Erinnerungen an ihre Liebsten in sich trug, ließ sie den Schmerz überwinden und mit neuem Mut in die Zukunft blicken. Und der junge Händler, der sein Leben für sie riskiert hatte, hatte sich in ihren Augen als vertrauenswürdiger Begleiter erwiesen.\nDie Hauptaufgabe eines Klaubers besteht darin, gewünschte Gegenstände zu beschaffen. Manchmal kommt es allerdings vor, dass ein Kunde selbst nicht weiß, was er wirklich will. Und heute weiß ich, wie bedeutsam die Lektion meines Vaters war: Die Fähigkeit, aufmerksam zuzuhören und zwischen den Zeilen zu lesen, um herauszufinden, was für einen Kunden wirklich von unschätzbarem Wert ist  - das ist es, was einen herausragenden Klauber ausmacht.", "Icon": {"id": "70549", "path": "ui/icon/070000/070549.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070549_hr1.tex"}, "Image": {"id": "70449", "path": "ui/icon/070000/070449.tex", "path_hr1": "ui/icon/070000/070449_hr1.tex"}, "Name": "Der wahre Schatz", "value": "49", "sheet": "VVDNotebookContents", "row_id": "49"}], "Name": "Folkloresammlung", "row_id": "4"}
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